Dienstag, 4. April 2023

 

cid:image001.jpg@01D63405.F50B2F00PRESSEMITTEILUNG

04.04.2023
048

 

Synodaler Ausschuss nimmt im November Arbeit auf

 

Nachdem im März weitere 20 Mitglieder von der Synodalversammlung in den Synodalen Ausschuss gewählt wurden, steht nun der Termin für die konstituierende Sitzung fest. Diese wird vom 10. bis 11. November 2023 in Essen stattfinden.

 

Der Synodale Ausschuss besteht entsprechend dem von der Synodalversammlung beschlossenen Handlungstext Synodalität nachhaltig stärken aus den 27 Diözesanbischöfen, 27 vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und weiteren 20 anschließend von der Synodalversammlung gewählten Mitgliedern. Nachdem diese Wahl am 11. März 2023 durch die Synodalversammlung erfolgt ist, ist der Synodale Ausschuss in seiner Zusammensetzung nun komplett.

 

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Dr. Irme Stetter-Karp, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, die den Synodalen Ausschuss leiten, gratulieren den Mitgliedern herzlich und danken für die Bereitschaft, an diesem nächsten Schritt auf dem Synodalen Weg mitzuwirken.

 

Hinweise:

Die Liste der Mitglieder des Synodalen Ausschusses ist als PDF-Datei im Anhang sowie unter www.synodalerweg.de verfügbar.

 

Den Handlungstext Synodalität nachhaltig stärken finden Sie unter www.synodalerweg.de in der Rubrik Beschlüsse und weitere Texte.

 

 

Die Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz und des ZdK bilden seit dem 1. Dezember 2019 gemeinsam die Pressestelle des Synodalen Weges. Da die verschiedenen Verteiler aus datenschutztechnischen Gründen nicht vereint werden können, werden Sie möglicherweise die Pressemitteilungen doppelt per E-Mail erhalten. Wir bitten das zu entschuldigen.

 

Montag, 3. April 2023

 Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz

03.04.2023
061

Aufruf des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zu den Sozialwahlen 2023

 

Nach sechs Jahren finden im April und Mai 2023 wieder turnusgemäß die Sozialwahlen statt. Gewählt werden die Sozialparlamente der fünf Krankenkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH und hkk) und der Deutschen Rentenversicherung Bund. Die Wahlberechtigten wählen in der Sozialwahl Vorschlagslisten, aus denen sich die Versichertenvertretung in dem jeweiligen Sozialversicherungsträger zusammensetzt. Auf einer gemeinsamen Liste kandidieren die drei in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) zusammengeschlossenen Verbände – das Kolpingwerk Deutschland, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA).

 

Gemeinsam rufen die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, dazu auf, das Stimmrecht wahrzunehmen und sich an den Sozialwahlen zu beteiligen. „Als Christinnen und Christen haben wir die Pflicht uns einzubringen, wenn es um die Mitgestaltung der sozialen Sicherungssysteme geht. Im Zentrum stehen dabei die Orientierung am Wohl und der Würde des Einzelnen ohne Ansehen der Person, die Sorge um gerechte Strukturen und die Stärkung der sozialen Selbstverwaltung als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung.“ Sie betonen, dass die Kandidatinnen und Kandidaten der ACA das Anliegen verfolgen, christliche Werte in die Entscheidungen der Sozialversicherungsträger einzubringen. „Sie treten ein für die Solidarität der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken und der Leistungsstärkeren mit den Leistungsschwächeren“, so Präses Kurschus und Bischof Bätzing.

 

Hinweis:

Der gemeinsame Aufruf der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz zu den Sozialversicherungswahlen 2023 ist als PDF-Datei im Anhang sowie unter www.dbk.de verfügbar.

Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD zeitgleich verschickt. Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

Die Deutsche Bischofskonferenz ist ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller (Erz-)Bistümer in Deutschland. Derzeit gehören ihr 66 Mitglieder (Stand: April 2023) aus den 27 deutschen (Erz-)Bistümern an. Sie wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Gremium der Deutschen Bischofskonferenz ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und Herbst für mehrere Tage zusammentrifft.

 

 CDU-Fraktion macht schweren Unfall zum Thema im Innenausschuss des Landtags

Walk: „Diese Tragödie muss aufgearbeitet werden“

 

Erfurt – Die CDU-Fraktion macht den schweren Unfall mit sieben Toten auf einer Bundesstraße bei Bad Langensalza zum Thema im Landtag. „Der Unfall ist eine schreckliche Tragödie, die unfassbares Leid bei den Angehörigen hinterlässt und uns alle mitnimmt. Wir sind als CDU-Fraktion mit unseren Gedanken bei den Familien“, erklärt dazu der innenpolitische Sprecher, Raymond Walk. Das Unglück mache eine parlamentarische Nachbereitung erforderlich, weshalb die CDU-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung des nächsten Innenausschusses setze. Hier sollen wichtige Fragen erörtert werden, so Walk. Ins Zentrum müssten demnach nicht nur das Fahrverhalten und mögliche Fehler rücken, sondern auch der Zustand des Unglückfahrzeugs und der Infrastruktur. „Wie verhält sich der Asphalt bei Regen? Ist die Verkehrsführung klar und deutlich? Wie sieht die Beschilderung in Sachen Überholverbot oder Gefahrenhinweise aus? All das müssen wir besprechen und die richtigen Schlüsse ziehen“, so Walk. „Jeder Unfall auf unseren Straßen ist einer zu viel. Was wir am Wochenende sehen mussten, ist aber kein gewöhnlicher Unfall. Klar ist, dass wir nach diesem tragischen Ereignis nicht ohne weiteres zur Tagesordnung übergehen können.“

 

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete aus dem Unstrut-Hainich-Kreis, Jonas Urbach, drückt den Familien sein Beileid aus. „Bei dem Unglück sind sieben Menschen gestorben, fünf von ihnen waren erst 19 Jahre alt. Wir können kaum fühlen, was in den Familien vorgeht, die ihre Liebsten auf diese Weise verloren haben.“ Aus diesem Grund dürfe diese Tragödie nicht zu den Akten gelegt werden, sondern müsse intensiv bearbeitet werden. Gleichzeitig dankte er den Feuerwehr- und Rettungskräften für ihren Einsatz vor Ort. „Wir haben als Politik auch eine Verantwortung für die Sicherheit der Menschen auf unseren Straßen. Deshalb ist es wichtig, jetzt Antworten zu finden und die entsprechenden Lehren zu ziehen“, so Urbach.

 

Christian Voigt

Stellv. Pressesprecher

Leiter Digitales Nachrichtenzentrum

 

Pressestelle                                                                                  

CDU-Fraktion im Thüringer Landtag • Jürgen-Fuchs-Str. 1 • 99096 Erfurt

 

Telefon: +49(0) 361 3772 206 • Telefax: +49(0) 361 3772 520

E-Mail: pressestelle@cdu-landtag.de  www.cdu-landtag.de


Ein Bild, das Zeichnung enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Samstag, 1. April 2023

 


idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Teilen: 
29.03.2023 14:33

Arzneimittelknappheit: Diese Faktoren sorgen für Lieferengpässe in der Pharmaindustrie

Lisa Wolf PR Management
Kühne Logistics University - Wissenschaftliche Hochschule für Logistik und Unternehmensführung

    Prof. Dr. Kai Hoberg (KLU) hat mit Prof. Dr. David Francas (Hochschule Worms) und Stephan Mohr (Frankfurt School of Finance and Management) in einer Studie untersucht, welche Rahmenbedingungen die Arzneimittelverfügbarkeit in Deutschland beeinflussen. Eine Erkenntnis: Wettbewerb unter vielen Generika-Produzenten sorgt nicht etwa für ein verteiltes Risiko und mehr Verlässlichkeit, sondern macht die Lieferketten vielmehr anfälliger.

    Seit vielen Monaten schlagen Apotheken, Mediziner und Betroffene Alarm: Diverse Kinderarzneimittel wie Fiebersäfte sind knapp, die Versorgungslage ist angespannt. Während die Gesundheitspolitik Gesetze auf den Weg bringen will, um Abhilfe zu schaffen, hat sich die KLU seit Anfang 2021 mit den Hintergründen der Arzneimittelknappheit beschäftigt und nun ihre Forschungsergebnisse veröffentlicht.

    Prof. Dr. Kai Hoberg, Professor für Supply Chain und Operations Strategy an der Kühne Logistics University (KLU), und seine Co-Autoren haben die Studie „On the Drivers of Drug Shortages: Empirical Evidence from Germany“ erstellt. Damit wollten die Wissenschaftler die Engpasssituationen bei Arzneien in Deutschland – dem viertgrößten Pharmamarkt nach den USA, China und Japan – ergründen.

    Dafür griffen sie zum einen auf Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zurück, das entsprechende Engpässe dokumentiert. Als Grundlage dienten Daten aus dem Zeitraum von 2017 bis 2019 – bewusst ohne die Pandemiejahre als Sondereinfluss. Damit und mit weiteren Quellen wie Abverkaufs- und Daten zur Patentsituation und zu Reportingpflichten in Deutschland erstellten sie ein statistisches Modell, um Häufungspunkte identifizieren zu können.

    Konkurrenz, Darreichungsform & Meldefristen als kritische Indikatoren

    Patentierte Produkte, die nur von einem Hersteller angefertigt werden, sind demnach seltener von Engpässen betroffen als Arzneimittel, die den Patentschutz verloren haben und als Generika von vielen Anbietern hergestellt werden. „Sobald eine Konkurrenzsituation herrscht, sind einzelne Unternehmen zu stärkerer Effizienz gezwungen. Bereits kleine Störungen führen dann schneller zu Engpässen, weil weniger Kapazitäten und Bestände als Reserve existieren“, ordnet Hoberg dieses Ergebnis ein.

    Eine weitere Erkenntnis der Autoren: Die Anfälligkeit für Lieferschwierigkeiten korreliert mit der Darreichungsform der jeweiligen Arzneimittel, da einzelne Applikationsmethoden aufwändiger und damit anfälliger sind. Konkret erwies sich der Produktionsprozess von gespritzten Medikamenten am komplexesten. Entsprechend ist hier die Gefahr für Verunreinigungen oder andere Störungen, die zu Engpässen führen können, höher. Ebenfalls sind Arzneimittel anfällig, deren Nachfrage variabel ist.

    Weiterhin wurde analysiert, wann Pharmaunternehmen, die hierzulande verpflichtet sind, Engpässe bei kritischen Medikamenten dem BfArM zu melden, tatsächlich ihrer Pflicht nachgehen. Überraschenderweise wurden Engpässe oft erst sechs bis acht Wochen gemeldet, nachdem der Markt den Engpass bereits erreicht hat. „Von dieser Information waren alle Beteiligten überrascht“, berichtet Hoberg, der eine striktere Meldefristpolitik für nötig hält.

    Frühwarnsysteme und mehr Transparenz als Lösungsansätze

    Häufig wird in diesem Zusammenhang die Frage diskutiert, ob höhere Preise Engpässe bei Arzneimitteln vermeiden könnten – eine Frage, die Hoberg klar verneint: „Diese Strategie bedeutet nur eine Umverteilung des Problems: Man erhöht damit die Prioritäten der Unternehmen auf den deutschen Markt, aber dann fehlt das Arzneimittel in einem anderen europäischen Land.“ Vielmehr sieht Hoberg einen erfolgversprechenden Ansatz in einer differenzierteren Incentivierung, die mit Resilienz-Maßnahmen als Auflage verknüpft ist, die die Produktion wiederum langfristig garantieren und Risiken reduzieren.

    Als nächste nötige, ganz praktische Schritte sehen die Wissenschaftler die Etablierung eines Frühwarnsystems sowie die Erhöhung der Transparenz entlang der gesamten Lieferkette, die bislang lediglich bei den Herstellern liegt. „Transparenz alleine löst das Problem der Engpässe zwar noch nicht, aber sie ist nötig, um auf dieser Basis adäquate Resilienz-Maßnahmen für Unternehmen zu entwickeln“, resümiert Hoberg.


    Originalpublikation:

    Francas, D., Mohr, S. and Hoberg, K. (2023), "On the drivers of drug shortages: empirical evidence from Germany", International Journal of Operations & Production Management, Vol. ahead-of-print No. ahead-of-print. https://doi.org/10.1108/IJOPM-09-2022-0581


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch






    Teilen: 
    29.03.2023 14:33

    Arzneimittelknappheit: Diese Faktoren sorgen für Lieferengpässe in der Pharmaindustrie

    Lisa Wolf PR Management
    Kühne Logistics University - Wissenschaftliche Hochschule für Logistik und Unternehmensführung

      Prof. Dr. Kai Hoberg (KLU) hat mit Prof. Dr. David Francas (Hochschule Worms) und Stephan Mohr (Frankfurt School of Finance and Management) in einer Studie untersucht, welche Rahmenbedingungen die Arzneimittelverfügbarkeit in Deutschland beeinflussen. Eine Erkenntnis: Wettbewerb unter vielen Generika-Produzenten sorgt nicht etwa für ein verteiltes Risiko und mehr Verlässlichkeit, sondern macht die Lieferketten vielmehr anfälliger.

      Seit vielen Monaten schlagen Apotheken, Mediziner und Betroffene Alarm: Diverse Kinderarzneimittel wie Fiebersäfte sind knapp, die Versorgungslage ist angespannt. Während die Gesundheitspolitik Gesetze auf den Weg bringen will, um Abhilfe zu schaffen, hat sich die KLU seit Anfang 2021 mit den Hintergründen der Arzneimittelknappheit beschäftigt und nun ihre Forschungsergebnisse veröffentlicht.

      Prof. Dr. Kai Hoberg, Professor für Supply Chain und Operations Strategy an der Kühne Logistics University (KLU), und seine Co-Autoren haben die Studie „On the Drivers of Drug Shortages: Empirical Evidence from Germany“ erstellt. Damit wollten die Wissenschaftler die Engpasssituationen bei Arzneien in Deutschland – dem viertgrößten Pharmamarkt nach den USA, China und Japan – ergründen.

      Dafür griffen sie zum einen auf Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zurück, das entsprechende Engpässe dokumentiert. Als Grundlage dienten Daten aus dem Zeitraum von 2017 bis 2019 – bewusst ohne die Pandemiejahre als Sondereinfluss. Damit und mit weiteren Quellen wie Abverkaufs- und Daten zur Patentsituation und zu Reportingpflichten in Deutschland erstellten sie ein statistisches Modell, um Häufungspunkte identifizieren zu können.

      Konkurrenz, Darreichungsform & Meldefristen als kritische Indikatoren

      Patentierte Produkte, die nur von einem Hersteller angefertigt werden, sind demnach seltener von Engpässen betroffen als Arzneimittel, die den Patentschutz verloren haben und als Generika von vielen Anbietern hergestellt werden. „Sobald eine Konkurrenzsituation herrscht, sind einzelne Unternehmen zu stärkerer Effizienz gezwungen. Bereits kleine Störungen führen dann schneller zu Engpässen, weil weniger Kapazitäten und Bestände als Reserve existieren“, ordnet Hoberg dieses Ergebnis ein.

      Eine weitere Erkenntnis der Autoren: Die Anfälligkeit für Lieferschwierigkeiten korreliert mit der Darreichungsform der jeweiligen Arzneimittel, da einzelne Applikationsmethoden aufwändiger und damit anfälliger sind. Konkret erwies sich der Produktionsprozess von gespritzten Medikamenten am komplexesten. Entsprechend ist hier die Gefahr für Verunreinigungen oder andere Störungen, die zu Engpässen führen können, höher. Ebenfalls sind Arzneimittel anfällig, deren Nachfrage variabel ist.

      Weiterhin wurde analysiert, wann Pharmaunternehmen, die hierzulande verpflichtet sind, Engpässe bei kritischen Medikamenten dem BfArM zu melden, tatsächlich ihrer Pflicht nachgehen. Überraschenderweise wurden Engpässe oft erst sechs bis acht Wochen gemeldet, nachdem der Markt den Engpass bereits erreicht hat. „Von dieser Information waren alle Beteiligten überrascht“, berichtet Hoberg, der eine striktere Meldefristpolitik für nötig hält.

      Frühwarnsysteme und mehr Transparenz als Lösungsansätze

      Häufig wird in diesem Zusammenhang die Frage diskutiert, ob höhere Preise Engpässe bei Arzneimitteln vermeiden könnten – eine Frage, die Hoberg klar verneint: „Diese Strategie bedeutet nur eine Umverteilung des Problems: Man erhöht damit die Prioritäten der Unternehmen auf den deutschen Markt, aber dann fehlt das Arzneimittel in einem anderen europäischen Land.“ Vielmehr sieht Hoberg einen erfolgversprechenden Ansatz in einer differenzierteren Incentivierung, die mit Resilienz-Maßnahmen als Auflage verknüpft ist, die die Produktion wiederum langfristig garantieren und Risiken reduzieren.

      Als nächste nötige, ganz praktische Schritte sehen die Wissenschaftler die Etablierung eines Frühwarnsystems sowie die Erhöhung der Transparenz entlang der gesamten Lieferkette, die bislang lediglich bei den Herstellern liegt. „Transparenz alleine löst das Problem der Engpässe zwar noch nicht, aber sie ist nötig, um auf dieser Basis adäquate Resilienz-Maßnahmen für Unternehmen zu entwickeln“, resümiert Hoberg.


      Originalpublikation:

      Francas, D., Mohr, S. and Hoberg, K. (2023), "On the drivers of drug shortages: empirical evidence from Germany", International Journal of Operations & Production Management, Vol. ahead-of-print No. ahead-of-print. https://doi.org/10.1108/IJOPM-09-2022-0581


      Merkmale dieser Pressemitteilung:
      Journalisten, jedermann
      Medizin, Wirtschaft
      überregional
      Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
      Deutsch


       DU-Fraktion mit Fachforum und Plenarantrag zur Digitalisierung Thüringens

      Bühl: „Digitalisierungskompetenzen bündeln und starke Partner suchen“

       

      Erfurt/Jena – Die massiven Digitalisierungsdefizite in Thüringen hat die CDU-Landtagsfraktion jetzt zum Thema eines Plenarantrags (Drucksache 7/6297, derzeit in der Ausschuss-Anhörung) und eines Fachforums mit der Bayerischen Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, gemacht. Der Austausch mit der Ministerin hat die CDU-Fraktion noch einmal in ihrer Position bestärkt: Thüringen braucht eine Koordinierungsstelle in der Staatskanzlei, damit der dortige Minister die Aufgabe zusammen mit den anderen Ministerien auf Augenhöhe bewältigen kann. „Die Verwaltungsdigitalisierung im Freistaat muss endlich aus dem Tiefschlaf geweckt werden. Jedes Haus wurschtelt mit eigenen Veranstaltungen und Abteilungen vor sich hin. Was fehlt, sind einheitliche Vorgaben für Ministerien und Kommunen“, sagte dazu der Digitalpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Bühl. „In der Landesverwaltung sind die Zuständigkeiten für die Digitalisierung völlig zersplittert. Die Minister der Ramelow-Regierung behindern sich gegenseitig, weil in Sachen Digitalisierungskompetenz keiner dem anderen die Butter auf dem Brot gönnt“, so Bühls Kritik.

       

      Bei dem Fachforum hatte der Gast aus Bayern aufgezeigt, was es zu beachten gilt, wenn Thüringen endlich ernst machen will mit der Bündelung von Digitalkompetenzen: Judith Gerlach erläuterte den „Bayerischen Weg“, wo zu diesem Zweck ein eigenes Digitalministerium ins Leben gerufen wurde. „In Bayern ist die Digitalisierung der Verwaltung auch deshalb weiter als in Thüringen, weil die Landkreise und Schulen massiv gefördert und ein konsequentes Monitoring der Ergebnisse betrieben wurde“, lautete Bühls Fazit nach dem Fachforum in Jena. Maßgeblich für jeden Digitalisierungserfolg ist aus seiner Sicht zudem, auch die Bürger vom Nutzen der Digitalisierung zu überzeugen.

       

      Spätestens seit der Corona-Pandemie sei jedoch das Bewusstsein für die Notwendigkeit und somit auch für die Defizite des Status Quo deutlich gewachsen. „Zuletzt hat der vor wenigen Tagen vorgelegte Bericht des Bürgerbeauftragten offenbart, wie unzufrieden die Bürger mit den Bearbeitungszeiten und dem Service der Verwaltung in Thüringen sind. Dem kann und muss deshalb jetzt mit mehr digitalen Dienstleistungen, der E-Akte und schnelleren Prozessen entgegengewirkt werden“, machte Bühl deutlich. Mit Blick auf den Fachkräftemangel in der öffentlichen Verwaltung sei es unabdingbar, Abläufe zu vereinfachen und den Personaleinsatz mit Hilfe der Digitalisierung zu reduzieren. „Als kleines Bundesland sind unsere Möglichkeiten für eigenständige Lösungen jedoch begrenzt. Schaffen werden wir das nur im engen Schulterschluss mit starken Partnern, die wie Bayern hier schon Pionierarbeit geleistet haben“, so Bühl.

       

      Felix Voigt

      Pressesprecher

       

      Pressestelle                                                                                  

      CDU-Fraktion im Thüringer Landtag • Jürgen-Fuchs-Str. 1 • 99096 Erfurt

       

      Telefon: +49(0) 361 3772 206 • Telefax: +49(0) 361 3772 520

      E-Mail: pressestelle@cdu-landtag.de  www.cdu-landtag.de


      Ein Bild, das Zeichnung enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

       BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen

      Erfurt, 31. März 2023

      Pressemitteilung


      Thüringer GRÜNE vergeben Voten für Europaliste
      Viola von Cramon und Isabell Welle gehen für Thüringen ins Rennen


      Angesichts der Wahlen zum Europäischen Parlament im Frühjahr 2024 hat der Thüringer Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zwei Voten für die deutsche Europaliste vergeben. Der Landesvorstand entschied in seiner Sitzung, der Europaabgeordneten Viola von Cramon sowie der Jenaer Stadträtin Isabell Welle jeweils ein Votum zu geben.

      „Mit Viola von Cramon und Isabell Welle gehen wir mit zwei starken, klugen und engagierten Kandidatinnen ins Rennen. Viola hat durch ihre langjährige Arbeit im Bundestag und im europäischen Parlament bereits viel Erfahrung gesammelt, Isabell bringt als Stadträtin in Jena, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Internationales sowie als ehemaliges Landesvorstandsmitglied eine starke Thüringer Perspektive ein. Beide brennen für Europa, sind aber in der Region verwurzelt. Wir sind optimistisch, dass beide einen guten Listenplatz bei der Bundesdelegiertenkonferenz im November erreichen können", so Landesvorsitzende Ann-Sophie Bohm.

      Landesvorsitzender Max Reschke ergänzt: „
      Europa unterstützt uns auch in Thüringen, im Bereich Bauen, Landwirtschaft und Zusammenleben. Und doch gibt es auf europäischer Ebene für uns GRÜNE noch viel zu tun: mehr Klimaschutz, konsequenten Naturschutz, mehr soziale Gerechtigkeit und eine stärkere Demokratie. Dafür setzen wir uns auch in Thüringen ein. Wir danken daher allen, die bereit sind, daran mitzwirken und sich für ein Votum
      beworben haben. Gemeinsam werden wir weiter daran arbeiten, Europa auch in Thüringen noch sichtbarer zu machen."