Dienstag, 1. Februar 2022

 Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz

01.02.2022

Gott bejaht den Menschen in jedem Moment

Thema „Demenz“ im Zentrum der ökumenischen Woche für das Leben 2022

 Die ökumenische Woche für das Leben steht in diesem Jahr unter dem Thema „Mittendrin. Leben mit Demenz“ und findet vom 30. April bis 7. Mai 2022 statt. Immer mehr Menschen sind von Demenz betroffen. Sie sind wertvolle Glieder der Gesellschaft und sollen spüren können, dass ihr Leben schützenswert ist. Ab sofort sind das Themenheft, Plakate und weitere begleitende Materialien der Initiative verfügbar.

 Im Vorwort zum Themenheft schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus: „Dinge vergessen, die Orientierung verlieren, Vertraute und sich selbst nicht mehr wiedererkennen – solche Erlebnisse sind für einen Teil der Menschen in unserem Land zum dauerhaften, normalen Alltag geworden.“ Wer unter Demenz leide oder Betroffene im Kreis der Familie begleite, erfahre die Unverfügbarkeit und Verletzlichkeit des Lebens. Es werde sichtbar, dass die Kontrolle über das eigene Leben natürliche Grenzen habe. „Es kann dann entlastend und tröstlich sein zu wissen, dass die Würde des Menschen tiefer gründet und unverlierbar ist: Nach christlichem Verständnis hat Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen und bejaht ihn in jedem Moment seines Lebens. Er garantiert seine Würde unabhängig von seiner Gesundheit oder jeglichen anderen Eigenschaften.“ Zudem bekräftigen Bischof Bätzing und Präses Kurschus: „Menschen mit Demenz haben einen Platz in unserer Mitte! Als Kirchen wollen wir dafür Sorge tragen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bei uns passende Angebote finden: in der Seelsorge, durch demenzsensible Gottesdienste und Veranstaltungen sowie durch eine umfassende Aufklärung.“

 In der im Jahr 2020 begonnenen „Nationalen Demenzstrategie“ der Bundesregierung hat sich eine Vielzahl von Akteuren verpflichtet, Menschen mit Demenz mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, die medizinische, pflegerische und seelsorgliche Begleitung zu verbessern, die Angehörigen stärker zu unterstützen sowie die Forschung zu fördern. Gerne bringen sich die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland in diese Initiative ein.

 Das Themenheft, das ab sofort mit weiteren Materialien zur Vorbereitung der Woche für das Leben verfügbar ist, beleuchtet die Krankheit „Demenz“ aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven. In Interviews erzählen Pflegekräfte und Seelsorgende von Erlebnissen und ihrem Umgang mit Menschen mit Demenz. Zudem werden praktische Projekte und Literatur zum Thema vorgestellt.

 Der zentrale Auftakt der Woche für das Leben findet am 30. April 2022 ab 10.30 Uhr in der Leipziger Nikolaikirche unter den dann geltenden Hygienevorschriften statt. Der ökumenische Gottesdienst mit der EKD-Ratsvorsitzenden, Präses Annette Kurschus, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode, dem sächsischen Landesbischof Tobias Bilz und dem Bischof von Dresden-Meißen, Bischof Heinrich Timmerevers, wird live im MDR-Fernsehen übertragen. Im Anschluss beginnt um 12.00 Uhr eine thematische Veranstaltung mit prominenten Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft, die auch im Livestream verfügbar ist. Zudem gibt es für alle Interessierten ein offenes Begegnungs- und Informationsangebot auf dem Nikolaikirchhof.

 Hintergrund

Die Woche für das Leben findet zum 27. Mal statt. Seit 1994 ist sie die ökumenische Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung der Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des menschlichen Lebens in all seinen Phasen. Die Aktion, die immer zwei Wochen nach Karsamstag beginnt und eine Woche dauert, will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens sensibilisieren.

 Hinweise:

Über die Internetseite www.woche-fuer-das-leben.de können ab sofort Informationen und Materialien zur Woche für das Leben kostenfrei bestellt werden. Verfügbar sind das Themenheft, Motivplakate in DIN A3, DIN A4 und eine Plakatvariante mit Freifeld zum Eindrucken von Veranstaltungshinweisen. Alle Materialien stehen auch als Download bereit. Zur zentralen Eröffnung am 30. April 2022 wird es zu einem späteren Zeitpunkt noch eine eigene Presseeinladung geben.

 Diese Pressemitteilung wird zeitgleich von den Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD sowie dem Bistum Dresden-Meißen und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens versandt. Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        

Die Deutsche Bischofskonferenz ist ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller (Erz-)Bistümer in Deutschland. Derzeit gehören ihr 69 Mitglieder (Stand: Februar 2022) aus den 27 deutschen (Erz-)Bistümern an. Sie wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Gremium der Deutschen Bischofskonferenz ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und Herbst für mehrere Tage zusammentrifft.

 

 CDU-Fraktion mit Aktueller Stunde zu geplatzten Prozessen am Erfurter Landgericht

Schard: „Aufklärungsbereitschaft des Justizministers absolut unbefriedigend“

Erfurt – Die aus Raumnot geplatzten Prozesse am Erfurter Landgericht haben ein weiteres Nachspiel im Thüringer Landtag. In ihrer aktuellen Stunde wird die CDU-Fraktion das Thema im Plenum diskutieren, nachdem Justizminister Adams am Freitag im Justizausschuss entscheidenden Fragen ausgewichen war. „Über den Erkenntnisgewinn der Ausschussbefragung und die Aufklärungsbereitschaft des Ministers bin ich maßlos enttäuscht. Bislang konnte Herr Adams nicht überzeugend erklären, wie es zu diesem Versagen kommen konnte“, erklärte dazu der justizpolitische Sprecher der Fraktion, Stefan Schard. Der CDU-Politiker erwartet eine transparente Information der Öffentlichkeit und keine Ausflüchte mehr. „Eines ist schon jetzt klar: An stümperhafter Organisation und fehlenden Räumen dürfen Prozesse nicht scheitern“, sagte Schard.

 Parallel zur parlamentarischen Aufklärung des Vorfalls hat sich die CDU-Fraktion deshalb auch in den Haushaltsverhandlungen mit Rot-Rot-Grün für eine Linderung des Raumproblems eingesetzt. Indem die Mittel für das von der Landesregierung vorangetriebene Landesaufnahmeprogramm für Flüchtlinge von 1,5 Millionen Euro auf Drängen der Union auch dieses Jahr wieder auf Null gesetzt werden, sind die entsprechenden Finanzmittel freigesetzt: 500.000 Euro sollen stattdessen dazu dienen, die Raumengpässe am Erfurter Landgericht zu beseitigen. „Wir wollen lieber an den konkreten Problemen hier vor Ort ansetzen und das Geld für die Durchführung von Gerichtsprozessen bereitstellen. Mit zusätzlichen 500.000 Euro gibt es für das Thüringer Justizministerium keine Ausreden mehr, die entsprechenden Voraussetzungen nicht schaffen zu können. Eine derartige Fehlleistung des Ministeriums darf nie wieder vorkommen“, erklärte Schard. Anfang Januar konnte ein Prozess gegen mutmaßlich rechtsradikale Straftäter nicht angesetzt werden und der sogenannte Encro-Chat-Prozess musste sogar abgesagt werden.

 Felix Voigt

Pressesprecher

 Pressestelle                                                                                  

CDU-Fraktion im Thüringer Landtag • Jürgen-Fuchs-Str. 1 • 99096 Erfurt


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 Pressestatement der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag

Erfurt, 31. Januar 2022

 Walk: „Auf die achten, die uns jeden Tag beschützen“

 Zu den grausamen Vorfällen im rheinland-pfälzischen Kusel, wo zwei Polizeibeamte im Dienst erschossen wurden, erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Raymond Walk:

 „Was den Kollegen in Rheinland-Pfalz während ihres Dienstes widerfahren ist, lässt mich entsetzt, fassungslos und zutiefst traurig zurück. Die Tat ist heimtückisch und kaltblütig. Beide Polizisten waren noch nicht einmal 30 Jahre alt und standen am Anfang ihrer Laufbahn. Die Täter müssen schnellstmöglich gefasst und bestraft werden. Seit den neunziger Jahren ist die Mord- und Totschlagsrate an Polizeibeamten um 50 Prozent gestiegen, das sollte uns wachrütteln. Dass die Beamten nicht einmal bei einer Kontrolle sicher zu sein scheinen, zeigt, wie sehr wir auch auf diejenigen achten müssen, die uns jeden Tag beschützen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und den Kollegen der Polizei.“

 Christian Voigt


Pressestelle                                                                                  

CDU-Fraktion im Thüringer Landtag • Jürgen-Fuchs-Str. 1 • 99096 Erfurt

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 Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz

31.01.2022

Deutschlandweite Fastenzeitaktionen für Paare und Familien

„7 Wochen leichter“

 Unter dem Motto „7 Wochen leichter“ laden die Fastenzeitaktionen der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e. V. (AKF) Paare und Familien mit Kindern im Grundschulalter dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten. Die wöchentlichen Fastenbriefe geben vielfältige Anregungen für die Partnerschaft und das Familienleben, bieten Anlässe für interessante Gespräche, vermitteln Ideen zum gemeinsamen Ausprobieren und spirituelle Impulse. Außerdem stehen für beide Zielgruppen begleitend Texte, Gottesdienstvorlagen etc. zur Verfügung. Teilnehmende erhalten nach ihrer Anmeldung kostenfrei einen wöchentlichen Fastenbrief – wahlweise per Post, als E-Mail oder als Link auf das Handy.

 Der Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), begrüßt das Angebot: „Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie bietet die Fastenzeit gute Chancen, den Glauben gemeinsam zu leben und zu reflektieren. Wenn vieles durch Zeitdruck und Terminenge untergeht, ist gerade die Fastenzeit ein Einhalt, der Pausen schenkt, die wir nutzen sollten. Ich lade alle Paare und Familien ein, die Fastenzeit so positiv zu nutzen.“

 Mit den Aktionen und sieben unterschiedlichen Wochenthemen möchte die AKF Paare und Familien ermutigen, die Fastenzeit für sich selbst und füreinander zu nutzen. „Familien stehen, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie, in ihrem Alltag häufig vor besonderen Herausforderungen. Mit den wöchentlichen Fastenbriefen laden wir Paare und Familien dazu ein, ihr Familienleben und ihre Partnerschaft aus einer anderen Perspektive anzuschauen und wahrzunehmen“, so Franziska Feil, Referentin für Familienbildung, und David Walbelder, Referent für beziehungs- und ehebegleitende Bildung und Pastoral bei der AKF.

 Die Texte der Fastenbriefaktionen wurden in einem Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Ehe- und Familienreferaten der teilnehmenden Bistümer und der Redaktion der AKF/Elternbriefe du + wir erstellt. Ursprünglich entstanden ist die „7 Wochen leicher“–Aktion für Paare im Erzbistum Köln und die Variation für Familien im Bistum Augsburg.

 Hinweise:

Für die kostenfreie Fastenzeitaktion können sich Interessierte registrieren lassen:

•      Anmeldung für Paare: www.7wochenleichter.de

•      Anmeldung für Familien: www.elternbriefe.de/7wochen

 Anmeldeschluss für den Erhalt der Fastenbriefe per Postversand ist der 25. Februar 2022. Ab dem 4. März 2022 sind die Inhalte unter www.7wochenleichter.de und www.elternbriefe.de/7wochen Woche für Woche als kostenloser Download verfügbar.

 Herausgeberin der Fastenbriefe „7 Wochen leichter“ ist die Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e. V. (AKF), In der Sürst 1, 53111 Bonn; www.akf-bonn.de. Dort finden sich auch Kontakte für weitere Ansprechpartner.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        

Die Deutsche Bischofskonferenz ist ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller (Erz-)Bistümer in Deutschland. Derzeit gehören ihr 69 Mitglieder (Stand: Januar 2022) aus den 27 deutschen (Erz-)Bistümern an. Sie wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Gremium der Deutschen Bischofskonferenz ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und Herbst für mehrere Tage zusammentrifft.

 

 

Herder Korrespondenz
Herder Korrespondenz Aktuelle Ausgabe mit Kardinal Jean-Claude Hollerich im Interview
Kardinal Hollerich. Foto: © Archevêché de Luxembourg, Service Communication et Presse, Luxembourg
 
Sehr geehrter Herr Seifert,

 
Kardinal Jean-Claude Hollerich aus Luxemburg ist ein enger Vertrauter des Papstes und Generalrelator bei der Weltbischofssynode. Heute Abend verleiht ihm der portugiesische Staatspräsident den renommierten Abraham-Geiger-Preis.
 
Im Interview mit der Herder Korrespondenz stellt sich Hollerich einer Welt, die sich verändert hat. Erneuerung gehört für ihn zum Leben der Kirche, wenn sie aus der Radikalität des Evangeliums stammt und aus dem Leben lernt, sagt er. Und manchmal hinke der Hirte hinter der Herde her.
 
Lesen Sie das Interview mit Kardinal Hollerich in unserem Februar-Heft. Lösen Sie jetzt Ihren Gutschein ein. Sie erhalten drei Gratis-Ausgaben der Herder Korrespondenz.
Gutschein einlösen
 
Herzliche Grüße
 
Ihr Volker Resing
Chefredakteur der Herder Korrespondenz
PS: Das Interview ist ein Auszug aus der Neuerscheinung „Was auf dem Spiel steht. Die Zukunft des Christentums in einer säkularen Welt“.
Unter allen Einsendern verlosen wir 5 Exemplare dieses neuen Bandes der Edition Herder Korrespondenz.
Außerdem lesen Sie in der neuen Herder Korrespondenz:
 
Herder Korrespondenz 2-2022
•  Pathologische Ersatzhandlung. Nach der Missbrauchsstudie: Benedikt kann die Kirche nicht retten. Von Volker Resing
•  München: Gutachter werfen Marx Gleichgültigkeit vor. Von Benjamin Leven
•  Desmond Tutu: Das Lachen eines ganz Großen ist verstummt. Von Stefan Orth
•  Identitätspolitik in der Diskussion. Von Wolfgang Thierse
•  Plädoyer für eine offene Debatte zur Impfpflicht. Von Martin Kirschner
•  Das Christentum und die Pluralität. Von Heinz Schilling
•  Kirche und religiöse Praxis in der Pandemie. Von Benedikt Kranemann und Magdalena Lorek
 
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 Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik


Erfurt, 31. Januar 2022 - Nr. 019/2022

Ausgabe 21 des Corona-Dossiers erschienen

Heute erscheint die 21. Ausgabe der Sonderveröffentlichung „Aktuelle Zahlen für Thüringen in Zeiten der Corona-Pandemie“. Die Publikation wird monatlich fortlaufend veröffentlicht und ist auf der Homepage des Thüringer Landesamtes für Statistik unter dem folgenden Link zu beziehen.




Machen Sie mit bei der Zeitverwendungserhebung 2022, jetzt für die Teilnahme anmelden!
https://statistik.thueringen.de/ZVE/anmeldung


Herausgegeben vom Thüringer Landesamt für Statistik – Grundsatzfragen und Presse

„Meinst du, die Russen wollen Krieg?“ Jewgeni Jewtuschenko 1961/Gedicht

Petra Hauthal und Matthias Mitteldorf (beide DIE LINKE) äußern sich zum schwelenden Konflikt an der ukrainischen Grenze und fordern die Bundesregierung auf, das Säbelrasseln zu beenden.
 
„Derzeit wird in Europa eine nie da gewesene Kriegshysterie heraufbeschworen, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt haben. Nicht nur die verbale Aufrüstung macht uns fassungslos“, konstatiert Petra Hauthal aus Bleicherode.
„Nach dem Desaster der NATO und den USA in Afghanistan 2021 sucht man nun offenbar zur eigenen Legitimation neue Feinde und riskiert damit den Frieden in Europa. Dagegen möchten wir entschieden unsere Stimme erheben, denn das Säbelrasseln schadet uns allen! Wir brauchen Frieden für unsere Völker, für unsere Familien, für unsere Volkswirtschaften, für unser ‚gemeinsames Haus‘. Wir müssen Partner sein und keine Gegner“, ergänzt Matthias Mitteldorf.
„Als Linke beanspruchen wir ganz sicher nicht, für nur eine beteiligte Seite dieses wichtigen völkerrechtlichen Konfliktes Partei zu ergreifen. Was wir aber fordern ist, dass die Minsk II - Verträge vom 12. Februar 2015 endlich umgesetzt werden“, unterstreicht Mitteldorf weiterhin.
Vor 7 Jahren unterschrieben die Ukraine, Russland, die Vertreter der selbst ausgerufenen Republiken Donezk und Lugansk und die OSZE unter Vermittlung von Deutschland und Frankreich diesen Vertrag, der unter anderem den sofortigen Abzug aller militärischen Kräfte auf dem Gebiet der Ukraine beinhaltet sowie eine ukrainische Verfassungsänderung und freie Wahlen vorsieht. Durch die Bestätigung der UNO ist der Minsker Vertrag aus Sicht der Linken auch völkerrechtlich bindend.
„Die Ukraine hat die wichtigsten Punkte bis heute nicht erfüllt und die Europäische Union hat nicht mehr auf die Umsetzung dieser Verträge gedrungen. Anstatt also jetzt allein Russland für alles verantwortlich zu machen, was in Westeuropa schief läuft, ist es die Aufgabe der Bundesregierung dieser Hysterie im Sinne der Diplomatie Einhalt zu gebieten. Wir erwarten daher Entspannung statt weiterem Säbelrasseln der westeuropäischen Außenpolitik“, fordert Petra Hauthal.
„Wir glauben nicht, dass Russland wirklich Krieg will. Es wäre auch die Katastrophe schlechthin. Daher ist die jetzige NATO-Politik das absolut falsche Signal“, sind sich die kommunalpolitisch Aktiven sicher.

 Mit freundlichen Grüßen


Tim Rosenstock
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DIE LINKE. Kreisverband Nordhausen
Barfüßerstraße 18, 99734 Nordhausen
Telefon: 03631 / 98 08 34
Telefax: 03631 / 90 04 00
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