Mittwoch, 2. Juni 2021

Thüringer Gastgewerbe im 1. Quartal 2021:

Massive Umsatzrückgänge im Beherbergungsgewerbe und in der Gastronomie

Die Unternehmen des Thüringer Gastgewerbes setzten nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im 1. Quartal 2021 real (preisbereinigt) 54,0 Prozent weniger um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Nominal (in jeweiligen Preisen) lagen die Umsätze mit einem Minus von 52,7 Prozent ebenfalls deutlich unter dem Niveau des 1. Quartals 2020. Die Beschäftigtenzahl sank im gleichen Zeitraum um 24,0 Prozent.

Herausgegeben vom Thüringer Landesamt für Statistik – Grundsatzfragen und Presse
Erfurt, 02. Juni 2021

Thüringer Tourismus im 1. Quartal 2021

Fast eine Million weniger Gästeübernachtungen

Im 1. Quartal 2021 wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den Thüringer Beherbergungsstätten (mit 10 und mehr Betten) und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) insgesamt 121 Tausend Gästeankünfte gezählt. Das waren 78,3 Prozent weniger (−436 Tausend Ankünfte) als im 1. Quartal 2020. Die Zahl der Übernachtungen sank um 62,0 Prozent auf 587 Tausend (−958 Tausend). Die Verweildauer pro Gast lag mit durchschnittlich 4,9 Tagen sehr deutlich über dem im Vorjahreszeitraum gemessenen Niveau (2,8 Tage).

Herausgegeben vom Thüringer Landesamt für Statistik – Grundsatzfragen und Presse
Erfurt am 02. Juni 2021

Abschaffung des Paragraphen 218 längst überfällig

Laura Wahl: Zugriff des Staates auf die Körper von Frauen muss endlich beendet werden

 

Vor dem Thüringer Landtag organisiert Profamilia eine Versammlung sowie eine Menschenkette für die Abschaffung des §218 StGB. Die Fraktion DIE LINKE hat dazu auch eine Aktuelle Stunde angemeldet. Laura Wahl, frauen- und gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag begrüßt die Aktion sowie das Aufgreifen des Koalitionspartners der Thematik:

 

„Der Zugriff des Staates auf die Körper insbesondere von Frauen muss endlich beendet werden - die Abschaffung des §218 ist längst überfällig. Es gibt kein Gesetz in Deutschland, das auf vergleichbare Weise in den Körper von Männern eingreift. Aktionen wie die Menschenkette heute vor dem Landtag sind wichtig, um auf diese patriarchale Ungerechtigkeit immer wieder aufmerksam zu machen. Ich bin Profamilia dankbar, dass sie sich dafür engagiert.“

 

„Es gibt eine historische Kontinuität von staatlichen und kirchlichen Versuchen, die Selbstbestimmung der Frau zu unterbinden, selbst darüber zu entscheiden, ob sie das ungeborene Kind austragen will oder nicht. Beispiele aus dem Alten Testament und dem römischen Recht zeigen, dass es nie um den Schutz des ungeborenen Lebens ging, sondern immer um Macht: Die Macht darüber, wer das Recht hat, über Fortpflanzung zu entscheiden und wer es nicht hat, obwohl es nur diese Personengruppe betrifft. In dieser Kontinuität befinden wir uns angesichts männlich dominierter Parlamente heute noch immer und es gilt, Strukturen wie diese endlich aufzubrechen! Ein Anfang wäre damit getan, die Paragraphen 218 sowie 219a endlich aus dem Strafgesetzbuch zu streichen und durch eine Fristenregelung zu ersetzen – dafür setzen wir uns als bündnisgrüne Fraktion vehement ein“, so Wahl abschließend.


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen

Erfurt, 02. Juni 2021

 

Dienstag, 1. Juni 2021

Die neue Corona-Verordnung trägt die Handschrift der CDU-Fraktion

Bühl: „Rot-Rot-Grün ist unseren Vorschlägen weitgehend gefolgt“

 Erfurt - Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag zeigt sich weitgehend zufrieden mit der demnächst geltenden Corona-Verordnung. „Die rot-rot-grüne Landesregierung hat unsere Forderungen nach weitreichenden Lockerungen erfüllt und ihren ursprünglichen Verordnungsentwurf an vielen Stellen in unserem Sinne noch einmal nachgebessert“, so der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Bühl.

Insbesondere die von der CDU seit Monaten geforderten signifikanten Lockerungen bei Restaurantbesuchen und Hotelübernachtungen seien endlich in die Verordnungen aufgenommen worden. „Damit ist Fremdenverkehr im beginnenden Sommer nun auch in Thüringen bei für die Gäste erträglich geringen Auflagen möglich. Die Infektionslage gibt es jedenfalls her“, so Bühl weiter. Auch der Test-Wirrwarr im Einzelhandel sei ab Morgen abgeschafft. Bei niedrigen Inzidenzwerten müsse nun nicht mehr in bestimmten Branchen vor dem Eintritt ins Geschäft ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden, während im Einzelhandel nebenan ohne weitergehende Einschränkungen eingekauft werden könne. „Diese Vereinheitlichung ist nicht nur im Sinne des Einzelhandels überfällig gewesen, sondern hilft auch die Akzeptanz der Verordnungen beim Bürger insgesamt zu erhöhen“, so Bühl weiter. 

Kritik übte Bühl an der weiterhin fehlenden flächendeckenden Lösung für die digitale Kontaktnachverfolgung in Thüringen. „Jetzt wo die Kontaktnachverfolgung für viele Dienstleistungen, Veranstaltungen und Begegnungen der entscheidende Baustein in der Pandemieabwehr werden wird, darf es hier keinen Flickenteppich geben. Die Landesregierung hat Monate lang Zeit gehabt die Systeme zu beschaffen. Sie hat es einmal mehr nicht geschafft.“

 Matthias Thüsing

Stellv. Pressesprecher

Regionales Ranking in der Thüringer Industrie im 1. Quartal 2021 - Gotha Spitzenreiter

Der Umsatz der Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten sank nach vorläufigen Angaben 2021 (bei 1 Arbeitstag weniger) im 1. Quartal 2021 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum geringfügig um 2,7 Millionen Euro (−0,0 Prozent). Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik konnten 9 Landkreise sowie 2 Stadtkreise ein Umsatzplus erwirtschaften.

Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik

Erfurt, 01. Juni 2021 


 Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik

Erfurt, 01. Juni 2021

Thüringer Einzelhandel im 1. Quartal 2021:
Umsätze gehen um 7,4 Prozent zurück


Die Umsätze der Thüringer Einzelhandelsunternehmen lagen im 1. Quartal 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik real (inflationsbereinigt) um 7,4 Prozent unter dem Niveau des 1. Quartals 2020. Nominal (d. h. in jeweiligen Preisen) sanken die Umsätze um 5,5 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten lag mit einem Plus von 0,2 Prozent nur unwesentlich über dem im Vorjahreszeitraum erreichten Wert.

Herausgegeben vom Thüringer Landesam

Corona Bundes-Notbremse soll Ende Juni auslaufen

Mit Blick auf die sinkenden Ansteckungszahlen will die
Bundesregierung die so genannte Corona-Notbremse Ende Juni
beenden. Bundeskanzlerin Merkel sagte, die Regelung könne jetzt
auslaufen. Die bundesweit einheitlichen Bestimmungen für
Pandemie-Beschränkungen sind bis 30. Juni befristet und
müssten vom Parlament verlängert werden. Auch Vizekanzler
Scholz hatte sich für ein Auslaufen der Regelung ausgesprochen.
Merkel betonte, die Bundesnotbremse habe sehr zur Klarheit
beigetragen und geholfen, die dritte Welle der Pandemie zu
bremsen. Sie fügte hinzu, sollten die Infektionen etwa durch
Virus-Mutationen wieder steigen, könnte die Regelung jederzeit
aktiviert werden. - Die Notbremse wurde im April verabschiedet.
Sie sollte in Gebieten mit hoher Corona-Inzidenz bundesweit
einheitliche Vorgaben etwa zu Ausgangssperren durchsetzen. Der
Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestages, der
CDU-Politiker Rüddel, schlug eine Verlängerung der Regelung
vor, damit im Falle steigender Inzidenzen schnell reagiert
werden könne.
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