Im Namen
der fast 200 Mitglieder des Nordthüringer Unternehmerverbandes
gratuliert dessen Vorstand den Boxern des Nordhäuser Sportvereins
(NSV) zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Mit dem zweiten
Titelgewinn in der Vereinsgeschichte haben die Sportler sowie das
gesamte Team des Vereins die Stadt Nordhausen und die gesamte Region
darüber hinaus wieder in ein positives Licht gerückt. Besonders
stolz ist der NUV-Vorstand über die Tatsache, dass zu den Sponsoren
der Bundesliga-Boxer überwiegend Unternehmen zählen, die Mitglieder
im Unternehmerverband sind. “Wir wollen aber bei der Freude über
den Sieg nicht vergessen, dass der NSV auch eine hervorragende
Nachwuchsarbeit leistet. Diese wäre ohne ein Engagement der
Sponsoren nicht möglich.“
Dienstag, 2. Mai 2017
Zappelini-Zelteröffnung am Samstag

Atemberaubende
Jonglage im Zappelini-Zelt in Nordhausen: Das Duo „Spot the Drop“
eröffnet an diesem Samstag, 6. Mai, um 19 Uhr die diesjährige Zeltsaison
"Circo_phobia" im Zappelini-Zelt am Altentor. In ihrer
zeitgenössischen Zirkus-Show "Stehfleisch und Sitzvermögen" lassen
Niels Seidel und Malte Steinmetz Klappstühle, Bälle, Ringe, Keulen,
Gepäckstücke und anderen Klimbim durch den Raum tanzen. Detailverliebt
choreographiert Sponsoren ermöglichen 49. Rolandsfest – Die Stadt Nordhausen sagt danke!
Nordhausen
(psv) „Dank der vielen Sponsoren, Spender und Unterstützer des
Rolandsfestes ist es uns möglich, ein tolles Programm für alle
Generationen auf unsere Bühnen zu bringen,“ sagte jetzt
Birgit Adam, Sachgebietsleiterin Veranstaltungsmanagement im Hinblick
auf die Ergebnisse der geführten Sponsorengespräche.
Nur
durch die finanzielle, materielle oder aktive Teilnahme von mehr als 40
Unternehmen und Vereinen gelinge es, das Rolandsfest wieder in guter
Qualität auszurichten. Künstler aus aller Welt
wurden engagiert und
werden das Publikum begeistern. „Ebenso wie unsere Gäste freuen sich
die Sponsoren über die musikalische Vielfalt an den drei
Veranstaltungstagen“, sagt sie.
Amanda Rheaume aus Kanada, Spirit of Smokie aus England, laut
Musikmagazin Subway „beste europäische Depeche Mode-Tribute-Band“,
Remode und die Breakdance Weltmeister DaRookies sind nur einige der
bekannten Namen des diesjährigen Rolandsfestes.
Großen Anklang findet auch die „Erste Musicalgala 2017“ bei den Sponsoren, eine Sonderproduktion des Nordhäuser Theaters
und des LohOrchesters Sondershausen. Sie wird die Besucher mitnehmen auf die Broadwaybühnen dieser Welt.
Das Kinderfest
am Samstag, dem 10. Juni 2017, von 10 – 18 Uhr, in
der Promenade liegt den Sponsoren besonders am Herzen. Durch sie und
viele Vereine, die auf ihre Gagen verzichten, werden die kleinsten
Festbesucher einen ganzen Tag voll bunter Angebote erleben können.
Die Stadt Nordhausen sagt allen Sponsoren und Helfern herzlich Danke für die großzügige Unterstützung!
Am Donnerstag, 4. Mai um 10:30 Uhr, auf dem Petersberg: Gemeinsame Aussaataktion
Nordhausen
(psv) Im Rahmen der gerade eröffneten Sonderausstellung „Schrebergärten
– Vom großen und kleinen Glück der Kleingärtner“ im Museum
Tabakspeicher
erhalten zur besten Pflanzzeit des Jahres fünf brach liegende ovale
Beete auf dem Petersberg ein farbenprächtiges Aussehen.
In
Zusammenarbeit von Museum Tabakspeicher, „meine gartenberater“
Nordhausen, Schülern der Petersbergschule, dem Sachgebiet Umwelt- und
Grünordnung Nordhausen
und dem Kreisverband Nordhausen der Kleingärtner e. V. werden am 4.
Mai, um 10:30 Uhr, botanische Kostbarkeiten in drei verschiedenen
Samenmischungen ausgebracht. Diese Begrünungen mit attraktiven ein-,
zwei- und mehrjährigen Arten werden die Besucher für
die nächsten zehn Jahre, jeweils von Mai bis Oktober, mit ihren
kräftigen Farben begeistern. Viele dieser selten gewordenen Blumensorten
sind für die Insektenwelt, insbesondere Wildbienen und Schmetterlinge,
wertvolle Pollen- und Nektarquellen. Und davon profitieren
auch Vögel und Fledermäuse.
Wer gern bei dieser Aktion dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen!
Treffpunkt ist um 10:30 Uhr am Schuleingang Petersbergschule.
Sonntag, 7. Mai 2017 um 13:30 Uhr im Museum Tabakspeicher:
1. Nordhäuser Lachtag
Nordhausen
(psv) An jedem ersten Sonntag im Mai wird nicht nur weltweit der
Weltlachtag begangen, sondern zum zweiten Mal auch am 7. Mai, um 13:30
Uhr, im Museum
Tabakspeicher. Lachen ist die fröhlichste Gesundheitsvorsorge! Das weiß
die Masterin für Lachyoga, Sabine Schröder. Gemeinsam werden alle
Teilnehmer während einer Lachyoga-Session erleben, wie Lachlust hohen
Blutdruck senkt, Selbstheilungskräfte mobilisiert,
das Glückshormon Endorphin ausschüttet, gegen Depressionen hilft und
noch vieles mehr.
Gleichzeitig
gründet Frau Schröder aus diesem Anlass den „Nordhäuser Lachklub“, für
den es dann regelmäßige Treffen gibt. In Deutschland gibt es
mittlerweile
über 150 solcher Gemeinschaften, weltweit mehr als 6000.
Montag, 1. Mai 2017
Ein Maigruß besonderer Art
Afrikanische Klänge und synkopierte Informationen
Hoch spannend und
abwechslungsreich geht es zum 19. Nordhäuser Jazzfrühling weiter.
Am 05. Mai steht das
israelische Trio SHALOSH auf der Bühne der Cyriaci-Kapelle in
Nordhausen. Mit ihrem Debütalbum ‚The Bell Garden‘ haben sie
bereits im Jahr 2014
bewiesen, dass Ihre Musik abgesehen vom
klassischen Jazz-Trio-Format eine ganz eigene Klangwelt webt. Eine
Welt zwischen Rock, Klassik, Elektronik, untermalt mit afrikanischen
und nahöstlichen Einflüssen. Die Kompositionen von SHALOSH sind
dabei gleichermaßen betörend wie bewegend, intensiv und seelenvoll.
Ob zarte melodische Fragmente, dramatische, sich wiederholende
Elegie, fein herausgearbeitete Melodien, groovige Solos – alles hat
neben- und miteinander Platz in der Musik von SHALOSH. In den letzten
Jahren hat SHALOSH große Begeisterung auf der ganzen Welt ausgelöst.
Ihre Musik hat Aufmerksamkeit in Europa, Japan, den USA und
Südamerika erregt, auch die Medien betiteln ihre Musik als eine der
herausragendsten und vielversprechendsten Klänge der nächsten
Jahre. Ihr neues Album „Rules of Oppression”, das im Januar 2017
erschien, ist ein weiterer Schritt in die einzigartige Welt der Band,
in das musikalische Universum weit gereister junger, begnadeter
Musiker.
Einen Tag später,
am 06. Mai auch in der Cyriaci-Kapelle Nordhausen, wird es äußerst
spannend. Dieses Quartett werden Sie lieben. Amok Amor bedient sich
schleifenförmiger Energie und nutzt komprimierte Pakete synkopierter
Informationen. Instrumentalstränge verlagern sich zuweilen und
richten sich dann wieder in neuer Konstellation. Die Musiker klingen
fast so, als bahnten sie sich vier unterschiedliche Pfade durch das
Dickicht und kämen dann zu zweit oder zu viert auf Messers Schneide
zusammen. Es ist elektrisierend, wenn sie schließlich unisono
erklingen. Das teuflisch Schwierige klingt bei ihnen völlig
nonchalant. Nicht dass sie dabei leichtfüßig und höflich zu Werke
gingen.
Die beiden
Konzerte beginnen um 20 Uhr. Der Einlass ist 19 Uhr, für das
leibliche Wohl wird mit Getränken und Fettbrot + Gürkchen gesorgt.
Die Karten kosten jeweils 15,-/5,- Euro. Das Kombiticket für beide
Abende 25,-/8,- Euro. Karten sind ab sofort unter (0 36 31) 97 31 72
oder zappa1959@aol.com und dann an der Abendkasse erhältlich.
War es schon „der“ Höhepunkt im Lutherjahr?
Am
vergangenen Sonntag (23.04.) fand in der Nordhäuser St.
Blasii-Kirche mit der Uraufführung des Luther-Musicals „Hier stehe
ich. Ich kann nicht anders“ ein erster großer Beitrag des Theaters
Nordhausen zum Lutherjubiläum statt, Was ich als Besucher dieser
Aufführung zu sehen und zu hören bekam, führte zu der eingangs
erwähnten Überlegung. Eine hervorragende Aufführung, wie ich fand.
Umso mehr, angesichts der Tatsache, dass Intendant Daniel Klayner für
dieses Projekt in Zusammenarbeit mit zwei Pfarrern, dem Landrat,
einem Kantor, der Nordhäuser Kantorei, vielen jungen
Theatertreibenden und Laien ein
sowohl geschichtlich als auch theatralisch homogenes
Theaterstück imAltarraum von St. Blasii zur Aufführung brachte. Und
das gelang sichtlich auch deshalb
ausgezeichnet , weil die
Laienspieler an ihrer Seite die Profis wußten: Schauspieler, Sänger,
Tänzer und natürlich die Musiker des Loh-Orchesters Sondershausen.
Eine herausragende Leistung Klayners, der das Stück komponierte und
auch die musikalische Leitung hat. Ich bin tief beeindruckt von dem,
was da als Gesamtleistung geboten wurde.
Die eingangs gestellte Frage wird man
natürlich erst am Ende
dieses Jahres beantworten können, hat das
Lutherjahr mit seinen vielen kleineren und größeren Veranstaltungen
doch erst wirklich begonnen. Vorerst aber bin ich schon mal sicher,
dass noch nie so erfolgreich ein „Kirchenasyl“ geboten wurde, wie
es hier von St. Blasii dem Theater Nordhausen geboten, und von
diesem für das Luther-Musical in Anspruch genommen wird. Klayner
dankte denn auch schon mal im Programmflyer den Verantwortlichen von
St. Blasii für dieses Entgegenkommen.
Eigene
negative Erfahrungen mit den kirchlichen Gnadenmitteln bewirkten bei
Luther neben wachsender Kritik an kirchlichen Missständen vor allem
eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen
Theologie. Der Ablasshandel – für den gern der
Dominikanerpater Johann Tetzel (Marian Kalus) mit dem Spruch:
„Wenn
das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“,
zitiert wird, war
für ihn nur der äußere Anlass, eine grundlegende Reform der ganzen
Kirche „an Haupt und Gliedern“ zu fordern. Dabei griff er den
Papst noch
nicht direkt an, sah dessen Aufgabe aber in der Fürbitte
für alle Gläubigen. Für die breitere Bevölkerung verfasste er
1518 das in einfacher, verständlicher Weise abgefasste Traktat von
dem Ablass und der Gnade.nachhaltigem Bruch, der mit der Verhängung des Kirchenbannes und der Reichsacht im Jahre 1521 seinen Abschluss fand. Um Luthers Leben zu schützen, veranlasste Kurfürst Friedrich einen vorgetäuschten Überfall und ließ ihn auf die Wartburg bringen. Dort lebte Luther als Junker Jörg fast ein Jahr Das Hinzukommen Melanchtons (Andreas Schwarze) und dessen Anregung zur Bibel-Übersetzung bestimmte den weiteren Weg Luthers. Tatsächlich übersetzte er dort das Neue
Testament in die deutsche Sprache.
Was danach folgt, entwickelt sich zum
Affront gegenüber der als korrupt empfundenen katholischen Kirche,
führte zum endgültigen Bruch mit ihr und zu deren Spaltung. Die
öffentliche Kritik am Ablassmissbrauch im Jahre 1517 und die 95 Thesen, die Luther an die Tür der Wittenberger Schlosskirche
nagelte, fanden großen öffentlichen Widerhall, der schließlich die
Reformation auslöste.
Es ist – wie erwähnt – die
entscheidenste Zeit- und Lebensphase Luthers. Mit
der Übersetzung des Neuen Testamentes ins Deutsche erwarb sich
Luther bleibenden Ruhm um die Einigung der deutschen Sprache. Etwa 70
Millionen Gläubige auf allen fünf Kontinenten zählen sich heute
zur lutherischen Kirchen. Daniel Klayner erklärt im
Programm-Flyer: „Da mir wichtig war, das Leben Luthers
chronologisch zu erzählen, entstand zunächst eine Aneinanderreihung
von
Lebenssituationen, die zwar seine Biographie in ihrer
Einzigartigkeit zeigen, aber noch lange nicht die dramaturgische
Stringenz besitzen, um den Anforderungen an ein Musical gerecht zu
werden. So habe ich mir auch die Freiheit genommen, mit Papst Leo X.
eine durchgehende weibliche Frauenfigur (Anja Eisner) als Antipoden
zu Luther zu erfinden . Das Stück endet versöhnlich und bejahend,
obwohl Luther in seiner sozialen und religiösen Grundhaltung
Andersdenkender gegenüber unnachgiebig blieb.
Den
sichtbarsten Bruch im persönlichen Leben mit dem Mönchsdasein hatte
Luther allerdings mit seiner Hochzeit mit der ehemaligen Nonne
Katharina von Bora (Anja Daniela Wagner) im Juni 1525 vollzogen,mit
der er sechs Kinder hatte. Somit war die Keimzelle des evangelischen
Pfarrhauses geboren. Nach dem von Luther abgelehnten Bauernaufstand
1525 förderte der Reformator mit Visitationen und Kirchenordnungen
die Herausbildung evangelischer Landeskirchen.
Hier
schließlich räume ich ein, dass mich der inhaltliche Verlauf
dieser Aufführung, gerade weil ich sie einschließlich seiner
musikalischen Begleitung hervorragend fand, zu der Einsicht brachte,
dass ich doch beträchtliche Wissenslücken in Bezug auf Martin
Luther, die Reformation und dem Protestantismus habe. Und von der
Handlung angeregt wurde, diese Lücken zu schließen. Das
beeinflusste allerdings etwas meine Konzentration auf deren Verlauf.
Die Lücken aber kann ich immerhin mit neuerer Literatur über die
Zeit Luthers schließen. Und aktualisieren.
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