Dienstag, 2. Mai 2017

Nordthüringer Unternehmerverband gratuliert:

Im Namen der fast 200 Mitglieder des Nordthüringer Unternehmerverbandes gratuliert dessen Vorstand den Boxern des Nordhäuser Sportvereins (NSV) zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Mit dem zweiten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte haben die Sportler sowie das gesamte Team des Vereins die Stadt Nordhausen und die gesamte Region darüber hinaus wieder in ein positives Licht gerückt. Besonders stolz ist der NUV-Vorstand über die Tatsache, dass zu den Sponsoren der Bundesliga-Boxer überwiegend Unternehmen zählen, die Mitglieder im Unternehmerverband sind. “Wir wollen aber bei der Freude über den Sieg nicht vergessen, dass der NSV auch eine hervorragende Nachwuchsarbeit leistet. Diese wäre ohne ein Engagement der Sponsoren nicht möglich.“

Zappelini-Zelteröffnung am Samstag

Atemberaubende Jonglage im Zappelini-Zelt in Nordhausen: Das Duo „Spot the Drop“ eröffnet an diesem Samstag, 6. Mai, um 19 Uhr die diesjährige Zeltsaison "Circo_phobia" im Zappelini-Zelt am Altentor. In ihrer zeitgenössischen Zirkus-Show "Stehfleisch und Sitzvermögen" lassen Niels Seidel und Malte Steinmetz Klappstühle, Bälle, Ringe, Keulen, Gepäckstücke und anderen Klimbim durch den Raum tanzen. Detailverliebt choreographiert
und minutiös getaktet dreht sich (fast) alles um die Frage: Wo hört Gewohnheit auf, wo fängt der Wahnsinn an? Das  international bekannte Jonglier-Duo „Spot the Drop“ erschafft im Zappelini-Zelt mit seiner schrägen Mischung aus Weltklasse-Jonglage, skurrilen Bewegungen, großartiger Musik und akrobatischer Komik eine ganz eigene Welt und das Publikum mitreißen. Mehr auch unter www.spotthedrop.com. Karten für die Zirkus-Show "Stehfleisch und Sitzvermögen", die einmalig zur Eröffnung der Zappelini-Zelt-Saison in Nordhausen zu sehen ist, gibt es für 15, ermäßigt 10 Euro im Vorverkauf an der Theaterkasse Nordhausen, in der Stadtinformation Nordhausen, an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen des Theaters, unter www.tnlos.de sowie an der Abendkasse am Zappelini-Zelt am Altentor in Nordhausen, gleich neben dem Jugendgästehaus Rothleimmühle. Mehr zur Zappelini-Zelt-Saison auch unter www.zappelini.de.

Sponsoren ermöglichen 49. Rolandsfest – Die Stadt Nordhausen sagt danke!

Nordhausen (psv) „Dank der vielen Sponsoren, Spender und Unterstützer des Rolandsfestes ist es uns möglich, ein tolles Programm für alle Generationen auf unsere Bühnen zu bringen,“ sagte jetzt Birgit Adam, Sachgebietsleiterin Veranstaltungsmanagement im Hinblick auf die Ergebnisse der geführten Sponsorengespräche.

Nur durch die finanzielle, materielle oder aktive Teilnahme  von mehr als 40 Unternehmen und Vereinen gelinge es, das Rolandsfest wieder in guter Qualität auszurichten. Künstler aus aller Welt wurden engagiert und werden das Publikum begeistern.  „Ebenso wie unsere Gäste freuen sich die Sponsoren über die musikalische Vielfalt an den drei Veranstaltungstagen“, sagt sie. Amanda Rheaume aus Kanada, Spirit of Smokie aus England, laut Musikmagazin Subway „beste europäische Depeche Mode-Tribute-Band“, Remode und die Breakdance Weltmeister DaRookies sind nur einige der bekannten Namen des diesjährigen Rolandsfestes.

Großen Anklang findet auch die „Erste Musicalgala 2017“ bei den Sponsoren, eine Sonderproduktion des Nordhäuser Theaters und des LohOrchesters Sondershausen. Sie wird die Besucher mitnehmen auf die Broadwaybühnen dieser Welt.

Das Kinderfest am Samstag, dem 10. Juni 2017, von 10 – 18 Uhr, in der Promenade liegt den Sponsoren besonders am Herzen. Durch sie und viele Vereine, die auf ihre Gagen verzichten, werden die kleinsten Festbesucher einen ganzen Tag voll bunter Angebote erleben können.


Die Stadt Nordhausen sagt allen Sponsoren und Helfern herzlich Danke für die großzügige Unterstützung!

Am Donnerstag, 4. Mai um 10:30 Uhr, auf dem Petersberg: Gemeinsame Aussaataktion

Nordhausen (psv) Im Rahmen der gerade eröffneten Sonderausstellung „Schrebergärten – Vom großen und kleinen Glück der Kleingärtner“ im Museum Tabakspeicher erhalten  zur besten Pflanzzeit des Jahres fünf brach liegende ovale Beete auf dem Petersberg ein farbenprächtiges Aussehen.

In Zusammenarbeit von Museum Tabakspeicher, „meine gartenberater“ Nordhausen, Schülern der Petersbergschule, dem Sachgebiet Umwelt- und Grünordnung Nordhausen und dem Kreisverband Nordhausen der Kleingärtner e. V. werden am 4. Mai, um 10:30 Uhr,  botanische Kostbarkeiten in drei verschiedenen Samenmischungen ausgebracht. Diese Begrünungen mit attraktiven ein-, zwei- und mehrjährigen Arten werden die Besucher für die nächsten zehn Jahre, jeweils von Mai bis Oktober, mit ihren kräftigen Farben begeistern. Viele dieser selten gewordenen Blumensorten sind für die Insektenwelt, insbesondere Wildbienen und Schmetterlinge, wertvolle Pollen- und Nektarquellen. Und davon profitieren auch Vögel und Fledermäuse.

Wer gern bei dieser Aktion dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen! Treffpunkt ist um 10:30 Uhr am Schuleingang Petersbergschule.

Sonntag, 7. Mai 2017 um 13:30 Uhr im Museum Tabakspeicher:
1. Nordhäuser Lachtag

Nordhausen (psv) An jedem ersten Sonntag im Mai wird nicht nur weltweit der Weltlachtag begangen, sondern zum zweiten Mal auch am 7. Mai, um 13:30 Uhr, im Museum Tabakspeicher. Lachen ist die fröhlichste Gesundheitsvorsorge! Das weiß die Masterin für Lachyoga, Sabine Schröder. Gemeinsam werden alle Teilnehmer während einer Lachyoga-Session erleben, wie Lachlust hohen Blutdruck senkt, Selbstheilungskräfte mobilisiert, das Glückshormon Endorphin ausschüttet, gegen Depressionen hilft und noch vieles mehr.

Gleichzeitig gründet Frau Schröder aus diesem Anlass den  „Nordhäuser Lachklub“, für den es dann regelmäßige Treffen gibt. In Deutschland gibt es mittlerweile über 150 solcher Gemeinschaften, weltweit mehr als 6000.

Montag, 1. Mai 2017

Ein Maigruß besonderer Art

Man schreibt den 1. Mai und der Frühling macht Fortschritte. Deshalb nutze ich noch schnell die Gelegenheit um zu beteuern, dass mir meine notwendigen Besuche im Südharzklinikum in den vergangenen Wochen leicht gefallen sind.


Den Grund  sieht man hier (vom Eingangsbereich des Klinikums):

Afrikanische Klänge und synkopierte Informationen

Hoch spannend und abwechslungsreich geht es zum 19. Nordhäuser Jazzfrühling weiter.
Am 05. Mai steht das israelische Trio SHALOSH auf der Bühne der Cyriaci-Kapelle in Nordhausen. Mit ihrem Debütalbum ‚The Bell Garden‘ haben sie bereits im Jahr 2014
bewiesen, dass Ihre Musik abgesehen vom klassischen Jazz-Trio-Format eine ganz eigene Klangwelt webt. Eine Welt zwischen Rock, Klassik, Elektronik, untermalt mit afrikanischen und nahöstlichen Einflüssen. Die Kompositionen von SHALOSH sind dabei gleichermaßen betörend wie bewegend, intensiv und seelenvoll. Ob zarte melodische Fragmente, dramatische, sich wiederholende Elegie, fein herausgearbeitete Melodien, groovige Solos – alles hat neben- und miteinander Platz in der Musik von SHALOSH. In den letzten Jahren hat SHALOSH große Begeisterung auf der ganzen Welt ausgelöst. Ihre Musik hat Aufmerksamkeit in Europa, Japan, den USA und Südamerika erregt, auch die Medien betiteln ihre Musik als eine der herausragendsten und vielversprechendsten Klänge der nächsten Jahre. Ihr neues Album „Rules of Oppression”, das im Januar 2017 erschien, ist ein weiterer Schritt in die einzigartige Welt der Band, in das musikalische Universum weit gereister junger, begnadeter Musiker.
Einen Tag später, am 06. Mai auch in der Cyriaci-Kapelle Nordhausen, wird es äußerst spannend. Dieses Quartett werden Sie lieben. Amok Amor bedient sich schleifenförmiger Energie und nutzt komprimierte Pakete synkopierter Informationen. Instrumentalstränge verlagern sich zuweilen und richten sich dann wieder in neuer Konstellation. Die Musiker klingen fast so, als bahnten sie sich vier unterschiedliche Pfade durch das Dickicht und kämen dann zu zweit oder zu viert auf Messers Schneide zusammen. Es ist elektrisierend, wenn sie schließlich unisono erklingen. Das teuflisch Schwierige klingt bei ihnen völlig nonchalant. Nicht dass sie dabei leichtfüßig und höflich zu Werke gingen.


Die beiden Konzerte beginnen um 20 Uhr. Der Einlass ist 19 Uhr, für das leibliche Wohl wird mit Getränken und Fettbrot + Gürkchen gesorgt. Die Karten kosten jeweils 15,-/5,- Euro. Das Kombiticket für beide Abende 25,-/8,- Euro. Karten sind ab sofort unter (0 36 31) 97 31 72 oder zappa1959@aol.com und dann an der Abendkasse erhältlich.

War es schon „der“ Höhepunkt im Lutherjahr?

Am vergangenen Sonntag (23.04.) fand in der Nordhäuser St. Blasii-Kirche mit der Uraufführung des Luther-Musicals „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders“ ein erster großer Beitrag des Theaters Nordhausen zum Lutherjubiläum statt, Was ich als Besucher dieser Aufführung zu sehen und zu hören bekam, führte zu der eingangs erwähnten Überlegung. Eine hervorragende Aufführung, wie ich fand. Umso mehr, angesichts der Tatsache, dass Intendant Daniel Klayner für dieses Projekt in Zusammenarbeit mit zwei Pfarrern, dem Landrat, einem Kantor, der Nordhäuser Kantorei, vielen jungen Theatertreibenden und Laien ein sowohl geschichtlich als auch theatralisch homogenes Theaterstück imAltarraum von St. Blasii zur Aufführung brachte. Und das gelang sichtlich auch deshalb
ausgezeichnet , weil die Laienspieler an ihrer Seite die Profis wußten: Schauspieler, Sänger, Tänzer und natürlich die Musiker des Loh-Orchesters Sondershausen. Eine herausragende Leistung Klayners, der das Stück komponierte und auch die musikalische Leitung hat. Ich bin tief beeindruckt von dem, was da als Gesamtleistung geboten wurde.

Die eingangs gestellte Frage wird man natürlich erst am Ende
dieses Jahres beantworten können, hat das Lutherjahr mit seinen vielen kleineren und größeren Veranstaltungen doch erst wirklich begonnen. Vorerst aber bin ich schon mal sicher, dass noch nie so erfolgreich ein „Kirchenasyl“ geboten wurde, wie es hier von St. Blasii dem Theater Nordhausen geboten, und von diesem für das Luther-Musical in Anspruch genommen wird. Klayner dankte denn auch schon mal im Programmflyer den Verantwortlichen von St. Blasii für dieses Entgegenkommen.

Was ich also am vergangenen Sonntag in St. Blasii erlebte, entwickelte sich zu einer religiös- oder auch kirchen-historischen Demonstration eines voll überzeugenden Martin Luther (Thomas Kohl) in seiner wohl dramatischsten Lebensphase, nämlich dem Wandel von einem papsttreuen Mönch und Theologieprofessor zu einem „Mann Gottes, der seine damalige Welt in Frage stellte, der sie umformte, das Leben als Ganzes begriff, und dessen Wirken und Werke massiv nachwirken ließ.“ Diese Definition Klayners im Flyer setzt Kohl als Martin Luther mit gehörigen, beeindruckenden Gewissenszweifeln in überzeugender Weise um. Damit aber begann auch seine Entwicklung zum Kirchenreformator.

Eigene negative Erfahrungen mit den kirchlichen Gnadenmitteln bewirkten bei Luther neben wachsender Kritik an kirchlichen Missständen vor allem eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Theologie. Der Ablasshandel – für den gern der Dominikanerpater Johann Tetzel (Marian Kalus) mit dem Spruch: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“, zitiert wird, war für ihn nur der äußere Anlass, eine grundlegende Reform der ganzen Kirche „an Haupt und Gliedern“ zu fordern. Dabei griff er den Papst noch
nicht direkt an, sah dessen Aufgabe aber in der Fürbitte für alle Gläubigen. Für die breitere Bevölkerung verfasste er 1518 das in einfacher, verständlicher Weise abgefasste Traktat von dem Ablass und der Gnade.

Die öffentliche Kritik am Ablassmissbrauch im Jahre 1517 führte allerdings statt zum erhofften, klärenden Gespräch mit dem hohen Klerus zur Eröffnung des Ketzerprozesses und zum
nachhaltigem Bruch, der mit der Verhängung des Kirchenbannes und der Reichsacht im Jahre 1521 seinen Abschluss fand. Um Luthers Leben zu schützen, veranlasste Kurfürst Friedrich einen vorgetäuschten Überfall und ließ ihn auf die Wartburg bringen. Dort lebte Luther als Junker Jörg fast ein Jahr Das Hinzukommen Melanchtons (Andreas Schwarze) und dessen Anregung zur Bibel-Übersetzung bestimmte den weiteren Weg Luthers. Tatsächlich übersetzte er dort das Neue
Testament in die deutsche Sprache.
Was danach folgt, entwickelt sich zum Affront gegenüber der als korrupt empfundenen katholischen Kirche, führte zum endgültigen Bruch mit ihr und zu deren Spaltung. Die öffentliche Kritik am Ablassmissbrauch im Jahre 1517 und die 95 Thesen, die Luther an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte, fanden großen öffentlichen Widerhall, der schließlich die Reformation auslöste.

Es ist – wie erwähnt – die entscheidenste Zeit- und Lebensphase Luthers. Mit der Übersetzung des Neuen Testamentes ins Deutsche erwarb sich Luther bleibenden Ruhm um die Einigung der deutschen Sprache. Etwa 70 Millionen Gläubige auf allen fünf Kontinenten zählen sich heute zur lutherischen Kirchen. Daniel Klayner erklärt im Programm-Flyer: „Da mir wichtig war, das Leben Luthers chronologisch zu erzählen, entstand zunächst eine Aneinanderreihung von
Lebenssituationen, die zwar seine Biographie in ihrer Einzigartigkeit zeigen, aber noch lange nicht die dramaturgische Stringenz besitzen, um den Anforderungen an ein Musical gerecht zu werden. So habe ich mir auch die Freiheit genommen, mit Papst Leo X. eine durchgehende weibliche Frauenfigur (Anja Eisner) als Antipoden zu Luther zu erfinden . Das Stück endet versöhnlich und bejahend, obwohl Luther in seiner sozialen und religiösen Grundhaltung Andersdenkender gegenüber unnachgiebig blieb.

Den sichtbarsten Bruch im persönlichen Leben mit dem Mönchsdasein hatte Luther allerdings mit seiner Hochzeit mit der ehemaligen Nonne Katharina von Bora (Anja Daniela Wagner) im Juni 1525 vollzogen,mit der er sechs Kinder hatte. Somit war die Keimzelle des evangelischen Pfarrhauses geboren. Nach dem von Luther abgelehnten Bauernaufstand 1525 förderte der Reformator mit Visitationen und Kirchenordnungen die Herausbildung evangelischer Landeskirchen.

Hier schließlich räume ich ein, dass mich der inhaltliche Verlauf dieser Aufführung, gerade weil ich sie einschließlich seiner musikalischen Begleitung hervorragend fand, zu der Einsicht brachte, dass ich doch beträchtliche Wissenslücken in Bezug auf Martin Luther, die Reformation und dem Protestantismus habe. Und von der Handlung angeregt wurde, diese Lücken zu schließen. Das beeinflusste allerdings etwas meine Konzentration auf deren Verlauf. Die Lücken aber kann ich immerhin mit neuerer Literatur über die Zeit Luthers schließen. Und aktualisieren.