Donnerstag, 26. Januar 2017

Am Freitag, dem 27. Januar, um 12.00 Uhr, auf dem Ehrenfriedhof:

Einladung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Nordhausen (psv) Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus lädt für Freitag, den 27. Januar, 12 Uhr, Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh zur öffentlichen Kranzniederlegung auf den Ehrenfriedhof am Stresemannring ein.


Gestaltet wird das Gedenken in diesem Jahr von den Schülern der 9. Klasse der Regelschule „Am Förstemannweg“.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Thüringer Industrie im deutschlandweiten Ländervergleich bis November 2016

Der Umsatz der Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigen stieg von Januar bis November 2016 (bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen) um 1,4 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In der Summe der neuen Bundesländer wurde ein Rückgang um 0,4 Prozent errechnet. In Deutschland blieb der Umsatz mit +0,1 Prozent fast gleich. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, belegte Thüringen bei der Umsatzentwicklung im bundesweiten Ländervergleich wie bereits im Vormonat den vierten Platz
Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik.am 25.01.2017

Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung kam die folgende Mitteilung:

Gemeinsam stark


Die Verbundforschung in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung ist ein international führendes Instrument der Forschungsförderung. Sie bringt die Exzellenz deutscher Universitäten an die großen Forschungsinfrastrukturen, wo an hochaktuellen Forschungsfragen geforscht wird.
Das ist das Ergebnis einer Evaluation die vom Bundesministerium für Bildung und  Forschung (BMBF) beauftragt und von Fraunhofer IMW, Technopolis Group und Fraunhofer INT durchgeführt wurde. Evaluiert wurden zehn Jahre Projekt-Förderung der "Naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung mit Großgeräten". Im Zeitraum Juni 2015 bis Mai 2016 werteten die Evaluatoren Daten zu über 1000 geförderten Projekten aus und führten eine Onlinebefragung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Experteninterviews durch. Internationale Fallstudien ermöglichten den Vergleich mit anderen Ländern.
Über 8.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von zahlreichen deutschen Universitäten haben in den letzten Jahren an internationalen Forschungsinfrastrukturen (FIS) vor Ort mitgearbeitet und sie weiterentwickelt. Die Verbundforschung ermöglicht die Symbiose aus großen Forschungsinfrastrukturen und universitären Arbeitsgruppen, bei der beide Seiten profitieren. Die deutschen Beiträge zur Entdeckung des Higgs-Teilchens wären beispielsweise ohne die Verbundforschung nicht möglich gewesen.

Mehr Informationen:
https://www.bmbf.de/de/naturwissenschaften-grundwissen-fuer-technik-innovation-und-forschung-151.html
www.fis-landschaft.de

IHK-Info: Beratersprechtag

Netzwerk in Nordthüringen“ und Beratung zu
rechtlichen Fragen am 14.02.2017
Gründer, ein unverzichtbares Element der Wirtschaftsentwicklung!
Existenzgründer sind ein Element der Wirtschaftsentwicklung. Und wenn wir „Gründer“ sagen, meinen wir immer auch „Übernehmer“. Gründer ergreifen Initiative, schaffen Wachstum und für sich und weitere Menschen Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Die Gründerberatung gehört zu den strategischen Kernaufgaben der Kammern. Sie soll Wege, Chancen und Möglichkeiten der Selbstständigkeit besser vermitteln. Die Kombination aus Unternehmergeist und professioneller Unterstützung im Rahmen des Beraternetzwerkes in Nordthüringen ist die Basis für erfolgreiche Unternehmen am Standort Nordthüringen.

Der nächste Beratersprechtag „Netzwerk in Nordthüringen“ findet am 14.02.2017 von 09:00 bis 16:00 Uhr in der BIC Nordthüringen GmbH, Alte Leipziger Straße 50, 99734 Nordhausen / OT Bielen, statt.

Ansprechpartner für kostenfreie, persönliche Gespräche sind kompetente Vertreter der Thüringer Aufbaubank, Bürgschaftsbank, IHK, HWK, GFAW, Agentur für Arbeit, von den Wirtschaftssenioren „Alt hilft Jung“ und den Projekten ThEx Enterprise und ThEx Mikrofinanzagentur.

Auch ein Experte des Fachbereiches Standortpolitik|Recht, Steuern der IHK Erfurt beantwortet gern Ihre Fragen zu Rechtsformwahl, Gewerberecht, Handelsrecht, gewerblichem Mietrecht, Arbeitsrecht oder auch rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Berufsausbildung.

Um vorherige Terminabsprache mit dem RSC Nordhausen der IHK Erfurt unter Telefon 03631 908210 wird gebeten.

Udo Rockmann
Industrie- und Handelskammer Erfurt I Regionales Service-Center Nordhausen



gez. Udo Rockmann
Leiter Regionales Service-Center










Ab Samstag im Nordhäuser Kunsthaus: Faustische Verabredungen

Satanisches Feuer auf mondgelben Pfaden - Gerd Mackensen

Nordhausen (psv) Am Samstag, dem 28. Januar, um 18 Uhr, eröffnet Bürgermeisterin Jutta Krauth im Beisein des Künstlers Gerd Mackensen die erste Ausstellung des Jahres 2017 im Kunsthaus Meyenburg.

Die Ausstellung präsentiert mit 80 neuen Werken des gebürtigen Nordhäuser Künstlers sowohl einzigartige Zeichnungen, farbintensive Malerei als auch filigrane Skulpturen,
darunter sowohl besinnlich-romantische Landschaften, als auch frech-provokante Figuren mit karikaturistischen Zügen. Den thematischen Schwerpunkt in der neuen Ausstellung „Faust“ bilden die Arbeiten rund um die Figuren Gelehrter, Teufel und Weib, die sich im faustischen Sinne sowohl begegnen und gleichzeitig auseinandersetzen.

Mackensens Stil reicht von abstrakten expressiv-farbigen Flächen, wie bei seinen großformatigen Gemälden, bis zu gegenständlichen Arbeiten. In allen Werken erkennt man die Freude des Künstlers am Experimentieren mit Formen und Farben. Die Ausstellung im Kunsthaus zeigt seine neuesten Arbeiten, in denen er Zeichnung und Druckgrafik miteinander verbindet. Die meisten Werke sind in den Jahren 2016 und 2017 entstanden. Die Einstimmung in das Thema „Faust“ übernehmen Mitglieder des Ensembles des Seniorentheaters „Silberdisteln“, die das Stück vor einigen Jahren auf die große Bühne des Theater Nordhausen gebracht haben.

Die Ausstellung ist bis 26. März im Kunsthaus Meyenburg, Alexander-Puschkin-Str. 31, dienstags bis sonntags von 10-17 Uhr zu sehen.

(Foto: Susanne Hinsching, Kunsthaus Meyenburg)

Die GEW Thüringen teilte heute mit:



Bildungsfinanzierung in Thüringen: Nur Mut, liebe Landesregierung, Gestalten statt Verwalten!

GEW Thüringen diskutierte am gestrigen Abend im Rahmen des jährlich stattfindenden „Hopfenberggesprächs zum Landeshaushalt“ mit der Finanzministerin, der Staatssekretärin aus dem Bildungsministerium und mit Landtagsabgeordneten von CDU, LINKEN, SPD und Bündnis 90/Die Grünen über die aktuellen Bildungsausgaben und den tatsächlichen Finanzbedarf vor dem Hintergrund steigender Schüler*innenzahlen, Inklusionsanforderungen und Überalterung der Kollegien.

„Bildung kostet Geld, deutlich mehr als der Freistaat Thüringen derzeit dafür aufwendet. Aber wenn wir das Geld jetzt nicht einsetzen – für Personal, für die Ausstattung der Bildungs­einrichtungen –, dann werden in einigen Jahren die Auswirkungen in vielen Bereichen in Thüringen deutlich teurer sein, als das heute für Bildung eingesetzte Geld“, appellierte Kristina Argus, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes der GEW Thüringen für den Bereich allgemein- und berufsbildende Schulen, an die Landesregierung und besonders das Finanzministerium.

Vor knapp 50 Vertreter*innen der Bildungsgewerkschaft GEW erläuterte Dr. Roman Jaich von der Fernuniversität Hagen den zusätzlichen Finanzbedarf für Thüringen, sollten die Vorgaben von OECD, EU und Bund hinsichtlich Personalausstattung, Betreuungs- und Klassenschlüsseln eingehalten werden. Roman Jaich hat im Jahr 2015 im Auftrag der GEW die „Bildungsfinanzierung der öffentlichen Hand – Stand und Herausforderungen“ beleuchtet und in Erfurt Zahlen für Thüringen vorgestellt. Demnach müsste der Freistaat Thüringen ca. 738 Mio. Euro mehr einsetzen, wobei ca. 314 Mio. Euro auf die Kindertagesstätten und ca. 160 Mio. Euro auf den Bereich der allgemeinbildenden Schulen entfallen müssten.

Es gibt viele Baustellen im Schulbereich Thüringen: die Eingruppierung der Lehrer*innen, die Schwierigkeit, neue Lehrer*innen für Regel- und Gemeinschaftsschulen sowie für Förderpädagogik zu finden, die Herausforderungen der Inklusion, der Gesundheitszustand der immer älter werdenden Kollegien. Dies machte Bärbel Brockmann, Leiterin der AG Personalrat der GEW Thüringen, deutlich: „Seit 2014 gibt es im Schulbereich ein Personalentwicklungskonzept, in dem Verabredungen zum Beispiel zum Lehrergrundbedarf, einer Vertretungsreserve und einem Gesundheitsmanagement getroffen wurden. Von der Umsetzung der damals verabredeten Verbesserungen sind wir 2017 noch meilenweit entfernt.“ Dies  konnten viele Kolleg*innen in der Diskussion aus ihrer Praxis untersetzen.

Aber auch im Bereich der Kindertagesstätten gibt es viel zu tun. Der Investionsbedarf in diesem Bereich resultiert vor allen Dingen aus der im Bundesvergleich qualitativen Rückständigkeit bezüglich des Betreuungs- und Personalschlüssels sowie bei der Freistellung von Kita-Leiter*innen. Diezbezüglich mahnte die GEW Thüringen an, zum einen bereits im Zuge der Novellierung des Kita-Gesetzes perspektivische Verbesserungen festzulegen und zum anderen Bundesmittel verstärkt für die personelle Ausstattung zu verwenden. Erneut forderte die GEW, die Finanzierung der Kindertagesstätten auf eine solidere Basis zu stellen und für die Berechnung der Personalkosten den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zu Grunde zu legen. Erst dies ermögliche es den Städten und Gemeinden, gute tarifvertraglich geregelte Bedingungen für die Beschäftigten vor Ort zu gewährleisten.

In der anschließenden Diskussion kamen zahlreiche Haushalts- und Bildungspolitiker*nnen Thüringens zu Wort: Finanzministerin Heike Taubert, die Staatssekretärin im Bildungsministerium Gabi Ohler, der bildungspolitische Sprecher der LINKEN, Torsten Wolf, das Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses Christoph Matschie und der bildungspolitische Sprecher der CDU Christian Tischner. Einig waren sich alle darin, dass es dringend Verbesserungen braucht, um Thüringen als attraktiven Standort für Bildung weiterzuentwickeln und konkurrenzfähig zu bleiben. Die Konzepte dorthin reichen jedoch von Verbeamtung über Höhergruppierung, Lehrplanentwicklung sowie Studien- und Berufsorientierung unterschiedliche Schwerpunktsetzungen auf.

„Wir werden nur gemeinsam die Bedingungen der Thüringer Bildungslandschaft verbessern“, erklärte Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen, abschließend und kündigte weitere Gespräche zu Fragen der Bildungsfinanzierung an.

Lokale Allianz für Menschen mit Demenz: Bundesprogramm fördert bundesweit 500 Initiativen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig überreicht den 500. Förderbescheid an „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“

Erfolg für das Bundesprogramm „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“: Seit September 2016 sind 128 Allianzen an den Start gegangen. Deutschlandweit werden nun insgesamt 500 Initiativen aus Bundesmitteln gefördert, das Förderziel des Bundesprogramms ist erreicht. Stellvertretend für die neuen Allianzen haben Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig und Staatssekretär Nikolaus Voss, Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung in Mecklenburg-Vorpommern heute (Mittwoch) in Ziegendorf, im Ruhner Land, den 500. Förderbescheid an den Verein ‚Neues Landleben e.V. übergeben.

„Wir dürfen Menschen, die an Demenz erkrankt sind, und ihre Familien nicht allein lassen. Besonders auf dem Land sind das Engagement und die Ideenvielfalt der Menschen beim Umgang mit der demografischen Veränderung gefordert. Die Landfrauen aus Ziegendorf sorgen dafür, dass hier niemand zurück gelassen wird. Ich freue mich über den großen Einsatz der Gemeinde und der im Ruhner Land lebenden Menschen und wünsche ihnen viel Erfolg bei ihrer Arbeit“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig bei der Übergabe des Förderbescheids.

„Mit vielen Projekten belebt der gemeinnützige Verein ‚Neues Landleben‘ über soziale und geografische Grenzen hinweg das gemeinschaftliche Leben auf dem Land. Mir imponiert besonders, wie offen auf Demenzkranke zugegangen wird und die Betroffenen mit vielfältigen Angeboten wie Seniorentreffen oder Musikangebote für Jung und Alt in das Gemeindeleben integriert werden“, sagte der Staatssekretär des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung in Mecklenburg-Vorpommern Nikolaus Voss.

Das Bundesprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ ist eine zentrale Maßnahme des Bundesfamilienministeriums im Rahmen der Agenda „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“, die von den Mitgliedern der Allianz für Menschen mit Demenz auf Bundesebene seit September 2014 umgesetzt wird. Sie ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Nationalen Demenzstrategie. Der Zwischenbericht wurde am 21.09.2016 zum Weltalzheimertag veröffentlicht. 2018 wird der Abschlussbericht vorgelegt.

Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz entwickeln Angebote für Betroffene und ihre Familien. Der Verein ‚Neues Landleben e.V.‘ hat sich die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Familien zum Ziel gesetzt. Unter dem Motto: “Treffpunkt Altes Pfarrhaus – gemeinsam statt einsam“ werden alle Bürgerinnen und Bürger durch die Landfrauen motiviert, sich einzubringen. Neben Seniorentreffen und Musikangeboten für Jung und Alt gehören dazu z,B. auch Urlaubsfahrten. Hinzu kommen präventive Angebote, die den Krankheitsverlauf verzögern und Angehörige entlasten können.

Bis zu 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Dabei leiden Menschen mit Demenz nicht nur unter ihrer Erkrankung, sondern auch unter sozialer Ausgrenzung. Ziel des Bundesprogramms „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ ist es, Demenzerkrankten und ihren Angehörigen direkt in ihrem Wohnumfeld die bestmögliche Unterstützung zu bieten und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Gefördert werden die Allianzen mit Bundesmitteln aus dem Bundesaltenplan.

Weitere Informationen unter 

www.lokale-allianzen.de

www.allianz-fuer-demenz.de

Mitteilung des BMFSFJ am 25.01.2017