Freitag, 30. Dezember 2022

 CDU-Fraktion setzt Defibrillatorenprogramm für Thüringer Gemeinden durch

Voigt: „Flächendeckende Verfügbarkeit kann Leben retten“

 Erfurt – Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat in den Verhandlungen zum Landeshaushalt 416.000 Euro für ein Defibrillatorenprogramm durchgesetzt. „Aktuell stehen Defibrillatoren in Thüringen nur sehr lückenhaft zur Verfügung. Eine flächendeckende Bereitstellung leicht zu bedienender Defibrillatoren kann lebensrettend sein, denn beim Einsetzen eines plötzlichen Herztodes zählt in der Regel jede Sekunde“, erklärte dazu der CDU-Fraktionsvorsitzende Mario Voigt.

 Der plötzliche Herztod sei die häufigste Todesursache in Deutschland, so der CDU-Politiker, „doch bis zum Eintreffen professioneller Hilfe vergeht oft zu viel Zeit.“ Die Mittel werden dem Haushaltstitel für Sachausgaben im Rahmen der Gesundheitsförderung, des Gesundheitsschutzes und der Gesundheitshilfen zugeordnet und sind für die Anschaffung eines Defibrillatoren je Gemeinde mit mindestens 1.000 Einwohnern zu verwenden. „Unser Ziel ist es, ein wichtiges Instrument für Ersthelfer flächendeckend zur Verfügung zu stellen“, machte Voigt deutlich.

 Felix Voigt

Pressesprecher

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 Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik


Erfurt, 30. Dezember 2022 - Nr. 317/2022

Kompaktes Wissen für unterwegs:
„Thüringen heute“ erschienen


Pünktlich zum Jahreswechsel ist beim Thüringer Landesamt für Statistik die Broschüre „Thüringen heute – Wirtschaft, Staat, Gesellschaft“ in der Ausgabe 2022 erschienen. Die kostenfrei erhältliche Querschnittsveröffentlichung im Taschenformat wird jährlich neu aufgelegt. Das kleinformatige Heft „Thüringen heute“ ist ein fester Bestandteil des umfangreichen Informationsangebotes des Thüringer Landesamtes für Statistik und bietet auf ca. 50 Seiten einen schnellen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche und soziale Situation im Freistaat.




Machen Sie mit bei der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023, jetzt für die Teilnahme anmelden!
https://statistik.thueringen.de/EVS/anmeldung


Herausgegeben vom Thüringer Landesamt für Statistik – Grundsatzfragen und Presse
Europaplatz 3, 99091 Erfurt

 


CDU fordert schnelle Umsetzung des Pilotprojekts der Energie-Autobahn

Gottweiss: „Schönen Worten zur Energiepolitik auch Taten folgen lassen“


Erfurt – Die CDU-Fraktion im Landtag fordert die schnelle Umsetzung des Pilotprojektes der Thüringer Energie-Autobahn. „Die Solar-Energie hat enorme Potentiale und sollte möglichst ohne zusätzlichen Flächenverbrauch vorangetrieben werden. Mit dem Konzept der Energie-Autobahn kann Thüringen zum Vorreiter bei der Zweitverwertung bereits genutzter Flächen werden und dabei wertvolle Natur-, Landwirtschafts- und Erholungsflächen schützen“, erklärt der umwelt- und energiepolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Gottweiss. Die CDU-Fraktion hat dafür in den Haushaltsverhandlungen 3 Millionen Euro für die nächsten Jahre durchgesetzt. Ziel ist es zunächst, bis zum 30. September eine Potenzialanalyse zu erstellen, die neben der Nutzung von Solar- und Windenergie an Autobahnen oder Bundesstraßen auch Anlagen des ruhenden Verkehrs entlang der Straßen prüft. Dazu zählen Parkflächen auf Rastplätzen und Rastanlagen sowie die dort befindlichen Gebäude. Gottweiss: „Wir schaffen es damit, Eingriffe in die Natur als auch Belastungen für die Menschen deutlich zu verringern und die Akzeptanz bei Erneuerbaren gleichzeitig zu erhöhen.“

 Bei der Energie-Autobahn soll ein 150 Meter breiter Korridor neben den Fahrbahnen für den Ausbau von Photovoltaik- oder Windkraftanlagen in den Fokus rücken. Gottweiss: „Durch Thüringen schlängeln sich über 520 Autobahn- und mehr als 1500 Bundesstraßenkilometer. Die bereits versiegelten Flächen an den Fahrbahnen und deren Nebenanlagen bieten großes Potential, dass wir nutzen müssen.“ Die CDU-Fraktion habe das Projekt bereits im Frühjahr 2022 im Energie-Plan für Thüringen angestoßen. Seitdem habe die Ramelow-Regierung aber nicht reagiert. „Die Landesregierung muss jetzt Tempo machen und ihren schönen Worten zur Energiepolitik auch Taten folgen lassen. Wir haben mit der Energie-Autobahn einen konkreten Vorschlag gemacht, der jetzt angegangen werden muss“, so der CDU-Politiker.


Christian Voigt                                                                                                                                           

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 Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz

28.12.2022
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Welttag des Friedens am 1. Januar 2023

Erfahrungen aus der Covid-Zeit: Geschwisterlichkeit und Solidarität als Grundlagen einer „neuen Welt“

 

Am 1. Januar 2023 begeht die katholische Weltkirche den 56. Welttag des Friedens. Papst Franziskus hat ihn unter das Motto gestellt: „Niemand kann sich allein retten. Nach Covid-19 neu beginnen, um gemeinsam Wege des Friedens zu erkunden.“ In seiner Botschaft unterstreicht der Papst die Bedeutung von Geschwisterlichkeit und Solidarität als Voraussetzungen einer friedlicheren und gerechteren Welt. „Nachdem wir die Zerbrechlichkeit, die die menschliche Wirklichkeit und unsere persönliche Existenz kennzeichnet, selbst erfahren haben, können wir sagen, dass die größte Lektion, die uns Covid-19 hinterlässt, die Erkenntnis ist, dass wir alle einander brauchen, dass unser größter, wenn auch zerbrechlichster Schatz die menschliche Geschwisterlichkeit ist, die auf unserer gemeinsamen Gotteskindschaft beruht, und dass sich niemand allein retten kann,“ so Papst Franziskus. Er gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die in der Pandemie gemachte Erfahrung das Bewusstsein gestärkt habe, „das Wort ‚gemeinsam‘ wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Denn nur gemeinsam, in Geschwisterlichkeit und Solidarität, sind wir in der Lage, Frieden zu schaffen, Gerechtigkeit zu gewährleisten und die schmerzlichsten Ereignisse zu überwinden.“

 

Der Papst kritisiert in diesem Zusammenhang ein falsches Vertrauen „in den Fortschritt, in die Technologie und in die Effekte der Globalisierung“. Gerade die Corona-Pandemie habe offengelegt, dass dieses Vertrauen „nicht nur übertrieben gewesen ist, sondern sich in eine individualistische und götzendienerische Vergiftung verwandelt hat, welche die erwünschte Sicherstellung von Gerechtigkeit, Eintracht und Frieden gefährdet“. Stattdessen sei in den zurückliegenden schwierigen Jahren deutlich geworden: „Nur der Friede, der aus geschwisterlicher und uneigennütziger Liebe entsteht, kann uns helfen, die persönlichen, gesellschaftlichen und weltweiten Krisen zu überwinden.“

 

Das Abschlusskapitel der Botschaft greift diesen Gedanken erneut auf und verbindet ihn mit einem Programm für eine „neue Welt“, die es aufzubauen gelte: „Wir müssen uns erneut mit der Gewährleistung einer öffentlichen Gesundheitsversorgung für alle befassen; Friedensaktionen fördern, um den Konflikten und den Kriegen ein Ende zu setzen, die fortwährend Opfer und Armut verursachen; uns konzertiert um unser gemeinsames Haus kümmern sowie klare und wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels treffen; das Virus der Ungleichheit bekämpfen sowie Nahrung und menschenwürdige Arbeit für alle sicherstellen.“ Ein besonderes Augenmerk richtet der Papst „auf die Migranten und auf diejenigen, die wie Ausgestoßene in unserer Gesellschaft leben“.

 

Wie weit die internationale Gemeinschaft von einem solchen neuen Kurs noch entfernt ist, zeigt der Krieg gegen die Ukraine. Papst Franziskus bezeichnet ihn als „ein neues schreckliches Unglück“, das „über die Menschheit hereingebrochen“ sei. Anders als die Corona-Pandemie sei diese „Plage“ jedoch „von schuldhaften menschlichen Entscheidungen gesteuert“. Eben deshalb sei das „Virus des Kriegs schwieriger zu besiegen als jene, die den menschlichen Organismus befallen, weil es nicht von außen kommt, sondern aus dem Inneren des menschlichen Herzens, das durch die Sünde verdorben ist“. Die päpstliche Botschaft gedenkt der Opfer des Ukraine-Krieges und schließt auch diejenigen ein, die unter dessen Nebenwirkungen, etwa durch fehlende Getreidelieferungen in arme Länder, leiden.

 

Der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim), unterstreicht heute (28. Dezember 2022) die innere Verbindung von Glaube und Welt-Zugewandtheit , die in der päpstlichen Botschaft zur Sprache gebracht wird: „Franziskus ist kein Politiker. Vielleicht kann er gerade deshalb den Zustand der Welt so präzise, pointiert und schonungslos ins Wort fassen, wie ihm dies in seinem neuen Dokument einmal mehr gelingt. Der Papst spricht Klartext. Er nennt die Ungerechtigkeiten beim Namen und weigert sich, einfache politische Rezepte in Umlauf zu bringen. Dennoch lässt er keine Resignation aufkommen. Im Gegenteil: Der Glaube nährt, so formuliert es Franziskus, ‚ein altruistisches Verlangen, das von Gottes unendlicher Liebe inspiriert ist‘. Und in diesem Geist können wir dazu beitragen, ‚das Reich Gottes zu errichten, das ein Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens ist‘. Das ist keine billige Mutmacherei, hier werden keine Durchhalteparolen angesichts miserabler Verhältnisse unter die Leute gebracht. Wenn es nur auf unsere menschliche Kompetenz, auf unsere Leistung ankäme, müssten wir in der Tat verzweifeln. Aber weil Gott selbst uns inspiriert, weil er seinen Geist unter uns wirken lässt, können wir uns mit Mut, Vertrauen und Hoffnung den Angelegenheiten dieser Welt zuwenden“, so Bischof Wilmer.

 

Hinweise:

Die Botschaft von Papst Franziskus ist als PDF-Datei auf www.dbk.de unter Papstbotschaften verfügbar. Weitere Informationen zum Weltfriedenstag finden Sie auf der Themenseite unter www.dbk.de/themen/welttag-des-friedens.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        

Die Deutsche Bischofskonferenz ist ein Zusammenschluss der katholischen Bischöfe aller (Erz-)Bistümer in Deutschland. Derzeit gehören ihr 67 Mitglieder (Stand: Dezember 2022) aus den 27 deutschen (Erz-)Bistümern an. Sie wurde eingerichtet zur Förderung gemeinsamer pastoraler Aufgaben, zur Koordinierung der kirchlichen Arbeit, zum gemeinsamen Erlass von Entscheidungen sowie zur Kontaktpflege zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Gremium der Deutschen Bischofskonferenz ist die Vollversammlung aller Bischöfe, die regelmäßig im Frühjahr und Herbst für mehrere Tage zusammentrifft.

 

 

Donnerstag, 29. Dezember 2022

  

CDU-Fraktion setzt Zusatz-Million für den Katastrophenschutz durch
Walk: „Thüringen braucht einen gut ausgestatteten Bevölkerungsschutz“

Erfurt – Die CDU-Landtagsfraktion hat in den Verhandlungen zum jüngst verabschiedeten Landeshaushalt 2023 eine Aufstockung der Mittel für den Katastrophenschutz um eine Million Euro erreicht. „Thüringen braucht einen gut ausgestatteten Bevölkerungsschutz. Immer häufiger kommt es zu Extremsituationen wie Hochwasser, Hitzewellen, Waldbränden oder Stromausfällen. Zudem hat sich die sicherheitspolitische Lage durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine grundlegend geändert“, erklärte dazu der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Raymond Walk. Mit dem Haushaltsbeschluss sind die Mittel zum Erwerb von Ausstattung für den Brandschutz, Katastrophenschutz, Rettungsdienste und die Zivile Verteidigung um 1.568 Millionen auf 2.068 Millionen Euro erhöht worden. Zudem wurden Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre 2024 und 2025 in Höhe von jeweils 2,5 Millionen Euro beschlossen, damit die Erhöhung kein Strohfeuer bleibt.

 „Die zusätzlichen Mittel sollen auch dazu dienen, die flächendeckende Ausstattung der Thüringer Gemeinden mit funktionierenden Sirenen voranzutreiben. Während der vergangenen Jahre wurde nicht mehr in die technische Ausrüstung der Sirenen im Freistaat investiert. Nun sind viele der Anlagen nicht mehr in der Lage, den geforderten einminütigen Alarmton für den Katastrophenfall zu halten“, erklärte der CDU-Politiker. Trotz des nach ersten Analysen erfolgreichen Testlaufs des Cell Broadcast-Systems mit Alarmtönen auf den Mobiltelefonen sei ein funktionierendes, flächendeckendes Sirenen-Warnsystem ein wichtiger Baustein für die Meldewege im Katastrophenfall. „Die Bevölkerung muss sich auf das Funktionieren der Sirenen verlassen können“, sagte Walk. „Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die bestehenden Anlagen auch im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls funktionstüchtig bleiben – sei es durch Akku-Systeme, Notstromaggregate oder andere Lösungen“, machte Walk deutlich. Es sei jetzt Aufgabe der Landesregierung, hier schnell konkrete Konzepte vorzulegen.

 Christian Voigt                                                                                                                                            

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Stellvertretender Pressesprecher

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