Freitag, 2. Oktober 2020

Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums  


Veröffentlicht am 02.10.2020 

EU-Ratspräsidentschaft: Ministerin Giffey eröffnet Europäischen Jugenddemokratiekongress

Achtung: Beginn der digitalen Veranstaltung 17 Uhr

 
Ob wirksamer Klimaschutz, höhere Bildungsinvestitionen oder schnelles Internet – viele Entscheidungen von Politikerinnen und Politikern haben unmittelbare Auswirkungen auf das Leben und die Zukunft der jungen Generation. In ganz Europa wollen junge Menschen deshalb gehört werden und mitreden. Das Thema „Jugend und Demokratie“ ist deshalb einer der Schwerpunkte des Bundesjugendministeriums während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Vom 2. bis 5. Oktober 2020 lädt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu einem digitalen Europäischen Jugenddemokratiekongress mit 200 Teilnehmenden aus knapp 40 europäischen Ländern ein (Eröffnung der Veranstaltung am 02. Oktober 2020 um 17 Uhr).

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey: „Die Begeisterung für Europa ist gerade unter jungen Menschen groß. Zurecht pochen sie darauf, ernst genommen und an Entscheidungen, die sie betreffen, stärker beteiligt zu werden. Jugendliche und junge Erwachsene sind wichtige Impulsgeber für die Zukunft der Demokratie in Europa. Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wollen wir deshalb auch auf europäischer Ebene dafür sorgen, dass die Perspektiven und Ideen junger Menschen für das demokratische Miteinander in Europa stärker Gehör finden. Die Jugend und ihre Interessen müssen sichtbarer werden.“

Der Jugenddemokratiekongress ist ein zentrales Beteiligungsformat im Rahmen des EU-Jugenddialogs zum Thema “Europe for YOUth – YOUth for Europe: Space for Democracy and Participation”. Aufgrund der Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie muss er im digitalen Raum stattfinden. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erarbeiten in weitgehend selbst gestalteten Workshops gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Jugendministerien anderer Länder und europäischen Institutionen Ideen und Vorschläge, wie Jugendbeteiligung und jugendgerechte Räume in Europa gestärkt und ausgebaut werden können. Darüber hinaus bieten interaktive Elemente sowie Gespräche mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, zum Beispiel mit Bundesjugendministerin Giffey, Möglichkeiten für einen Austausch auf Augenhöhe.

Die Ergebnisse des Kongresses sollen unter anderem in die Schlussfolgerungen zum Thema „Jugend und Demokratie“ einfließen, die auf Initiative Deutschlands im Rat der Europäischen Union verabschiedet werden sollen. Veranstaltet wird der Kongress vom Bundesjugendministerium in enger Kooperation mit dem Deutschen Bundesjugendring.

Die Eröffnung und der Abschluss des Europäischen Jugenddemokratiekongresses durch Bundesjugendministerin Giffey können am 2. Oktober von 17:00 bis 18:00 Uhr sowie am 5. Oktober von 16:00 bis 17:15 Uhr unter https://www.facebook.com/bmfsfj im Livestream verfolgt werden.
 

 CDU-Landtagsfraktion zum Tag der Deutschen Einheit


Voigt: „Glücksmoment der Deutschen Geschichte“

Erfurt – Am kommenden Samstag jährt sich die Deutsche Wiedervereinigung zum 30. Mal. Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Prof. Dr. Mario Voigt: „Die Einheit hat uns Deutsche zusammengeführt. Sie hat uns Wohlstand gebracht, Chancen, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit. Bei allen Verwerfungen war sie der Glücksmoment der deutschen Geschichte. Auch wenn viele der Älteren einen gewaltigen Umbruch geschultert haben und eine biografische Last zu tragen hatten: Die große Mehrheit hatte an der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges keinen Zweifel, sie wollte diese Einheit und hat sie auch immer wieder verteidigt. Die Jüngeren haben dadurch die Chance bekommen, zu gestalten. Diese beherzt zu ergreifen, muss uns Auftrag sein, gerade in Zeiten der Krise. Dazu müssen wir jetzt die Themen anpacken, die Deutschland fit für die Zukunft machen: Die Digitalisierung der Schulen, Vereinfachungen im Behördenwesen, eine modere Infrastruktur und Technologie.“

Felix Voigt

Pressesprecher

 Tiefbauarbeiten auf dem Bahnhofsplatz

Nordhausen (psv) Auf dem Bahnhofsplatz finden derzeit Tiefbauarbeiten durch die Stadtwerke Nordhausen statt, um eine verbesserte und Din-konforme Ausleuchtung der Hauptverbindungsachse Bahnhofsgebäude Bahnhofstraße realisieren zu können. Die im Zuge der Landesgartenschau installierten Beleuchtungselemente waren teilweise defekt und ein Austausch aufgrund von Sortimentswechsel war nicht mehr möglich. Sie werden zukünftig durch sechs dekorative Lichtstelen ersetzt. Der Rückbau der vorhandenen Bodenfliesen inklusive anschließender Auspflasterung dieser Bereiche, der Tiefbau und die Kabelverlegung sowie die Installation der sechs neuen Lichtstelen werden nach derzeitigem Kenntnisstand Kosten von rund 65.000 € nach sich ziehen.


Außerdem wird jetzt ein Blindenleitsystem auf dem Bahnhofsplatz installiert. Hier soll mittels taktilen Bodenindikatoren sehbehinderten Menschen ein Überqueren des Bahnhofsplatzes erleichtert werden. Blinde Menschen benötigen ein ertastbares System, mit dessen Hilfe sie sich orientieren und sich eine räumliche Vorstellung ihrer Umgebung machen können. Für sehbeeinträchtigte Menschen ist es wichtig, dass sich die Bodenbeläge kontrastreich voneinander unterscheiden. Die Kosten für dieses Bauvorhaben werden voraussichtlich ca. 35.000 € betragen.

Des Weiteren haben Instandsetzungsarbeiten an den Entwässerungseinrichtungen und Oberflächen des Bahnhofsplatzes begonnen, die im nächsten Jahr – abhängig von der finanziellen Situation – fortgesetzt werden sollen. Hierfür werden zerstörte Entwässerungsrinnen ausgewechselt sowie defekte Pflastersteine und Natursteinplatten erneuert. Außerdem ist auch eine punktuelle Instandsetzung des Asphalts geplant. Die Kosten hierfür wurden auf rund 40.000 € geschätzt.

Für alle Bauprojekte werden in diesem Jahr 110.000 € und im nächsten Jahr nochmal 30.000 € beansprucht.

Foto:     Das Blindenleitsystem wird durch die beauftragte Fa. TSI GmbH installiert            ©Stadtverwaltung Nordhausen

Donnerstag, 1. Oktober 2020

 Pressestatement der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag

Erfurt, 30. September 2020


 Voigt: „Ministerpräsident muss Machtwort sprechen“

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Prof. Dr. Mario Voigt, erklärt zur anhaltenden Debatte um die Feldmäuseplage in Thüringen und den Ressortstreit innerhalb der rot-rot-grünen Minderheitsregierung bei diesem Thema:

„Es genügt nicht, die Leistungen der Thüringer Landwirte bei der Ernährungssicherung zum Erntedank zu würdigen und gleichzeitig die Widrigkeiten der Mäuseplage zu beklagen. Die Landesregierung muss jetzt die akuten Probleme der Landwirte lösen. Wer wie die Bauern tatenlos zusehen muss, wie ihre Kulturen großflächig von Mäusen aufgefressen werden, erwartet zu Recht von einem Ministerpräsidenten ein Machtwort in einer Frage, bei der Frau Siegesmund und Herr Hoff zu einer praktikablen Lösung nicht im Stande sind. Die Landesregierung darf nicht warten, bis die künftige Ernte komplett zerstört ist.“

 Felix Voigt

Pressesprecher

 

Nordhäuser Weihnachtsmarkt findet auch in diesem Jahr statt

 Nordhausen (psv) Auch in diesem Jahr wird es einen Nordhäuser Weihnachtsmarkt geben.

Er findet vom 4. bis 20. Dezember wieder rund um das Rathaus, einschließlich Lutherplatz statt und der Nicolaiplatz wird Standort des Vereinsweihnachtsmarktes. Das kündigte jetzt Bürgermeisterin Jutta Krauth an.

Der Nordhäuser Weihnachtsmarkt öffnet am 4. Dezember um 16.00 Uhr vor dem Rathaus.

Gastronomen und Schausteller werden mit Gebäck- und Süßwaren, Imbissständen, Ausschankbetrieben für eine stimmungsvolle Vorweihnachtszeit sorgen. Für die Kleinsten gibt es wieder einen Wunschbriefkasten, ein Kinderkarussell und einen Märchenwald - diesmal jedoch auf dem Nicolaiplatz vor der Bibliothek.  Auch die Modelleisenbahn für Groß und Klein wird wieder im Foyer des Alten Rathauses aufgebaut, ist jedoch nur durch die großen Fenstertüren zu bestaunen.


Da der Adventskalender wegen der umfangreichen Bauarbeiten in diesem Jahr am Theater nicht stattfinden kann, wird er einfach ab dem 1. Dezember 2020 auf den Nicolaiplatz verlegt. Täglich, immer um 17.00 Uhr, wird hier ein Fenster an der Rathaus-Rückseite geöffnet. Aus dem großen Hexenhaus, das in diesem Jahr auf dem Nicolaiplatz im Märchenwald steht, werden dann Weihnachtsmann, Weihnachtsengel und alle Türchen-Paten für Überraschungen sorgen. Zuvor wird ebenfalls täglich, aber schon um 16:00 Uhr, in der Stadtbibliothek ein Türchen des Adventkalenders geöffnet und in der Bibliothek dazu eine Veranstaltung durchgeführt.

Aus Gründen des Infektionsschutzes und der Vorgaben des Freistaates zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird es jedoch besondere Regeln für den Aufenthalt auf dem Weihnachtsmarkt geben. So wird der Weihnachtsmarkt im Bereich zwischen den Rathäusern und dem Lutherplatz umzäunt. Der Eingang ist am Aar-Brunnen und der Ausgang an der Apotheke am Markt. Eine Zugangsbeschränkung von 800 Personen wird festgelegt. Es besteht Maskenpflicht.  An den einzelnen Ständen muss außerdem der markierte Mindestabstand eingehalten werden. Speisen und Getränke dürfen nicht direkt am Stand eingenommen werden, sondern an den aufgestellten Waldschänken.

Foto:

Weihnachtsmarkt 2019.

©Stadtverwaltung Nordhausen

 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landtagsfraktion Thüringen

Erfurt, 30. September 2020

 

 Agroforst als Konzept der nachhaltigen Landwirtschaft

Babett Pfefferlein: Politik muss Verantwortung für die Agroforstkulturen übernehmen

 

Gestern fand das Fachgespräch zum Thema Agroforst, organisiert von den Koalitionsfraktionen, im Zughafen in Erfurt statt.  Über 50 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil, viele Besucher*innen brachten sich mit sehr konkreten und konstruktiven Diskussionsbeiträgen ein. Babett Pfefferlein, Sprecherin für Landwirtschaft und Forst in der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, konstatiert: „Die Vorträge, die vorgestellten Studien und Feldversuche zeigten deutlich: Agroforst ist ein Konzept mit Zukunft! Durch das Pflanzen von Bäumen auf Ackerflächen und Wiesen lässt sich nicht nur der Gesamtertrag steigern – auch wichtige Habitate entstehen und Kohlenstoff wird dauerhaft im Boden gespeichert.“

 


„Agroforst ist eine der wichtigsten Möglichkeiten, die Klimakrise zu bekämpfen und zugleich die Fruchtbarkeit der Böden zu steigern. Darüber hinaus kann das Holz als klimaneutraler Baustoff oder Energieholz genutzt werden. Diese neue Form der Landwirtschaft ist ein wichtiger Schritt in Richtung zu mehr Biodiversität auf dem Acker“, so die Abgeordnete weiter.

 

Handlungsbedarf besteht vor allem bei den rechtlichen Rahmenbedingungen. So muss Agroforst klar definiert und in die Förderrichtlinien der Länder, des Bundes und der Europäischen Union aufgenommen werden.

„Die Veranstaltung hat aufgezeigt, dass die Politik Verantwortung für die Agroforstkulturen übernehmen muss. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass diese in den anstehenden Förderrichtlinien für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) konkret als förderwürdig ausgewiesen werden. Denn nur dann können die vielen Landwirt*innen, die Interesse an dieser nachhaltigen Wirtschaftsform haben, verlässlich planen“, erklärt Pfefferlein abschließend.

 

Foto: Veranstaltung des Fachgesprächs "Agroforst" im Zughafen in Erfurt - Torsten Weil, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hält das Grußwort

 

 Städtepartnerschaft Charleville-Mézières

„Vive la marionnette“ – eine Marionettenausstellung - „Eine Ardenne-drei Länder“ – eine Tourismusausstellung

Nordhausen (psv) Der Nordhäuser Herbst wird französisch! Nordhausens Partnerstadt Charleville-Mézières macht vom 3. Oktober bis 29. November 2020 gleich mit zwei Ausstellungen im Rahmen der Städtepartnerschaft von sich in Nordhausen reden. Während eines Besuches von Kulturakteuren der Stadt Nordhausen anlässlich des Internationalen Marionettenfestivals im vergangenen Jahr wurden dazu erste Gespräche geführt. Aus der Wunschidee wurde trotz vieler Corona-bedingter Hindernisse, denn die Ausstellungen sollte schon im Frühjahr im Rahmen der abgesagten Kulturnacht stattfinden, jetzt Realität.

„Aus der Bekanntheit von Charleville-Mézières als Welthauptstadt des Marionettenspiels und der damit untrennbar verbundenen Tradition des Internationalen Marionettenfestivals besteht in Nordhausen seit mehreren Jahren der Wunsch, diese traditionsreiche und doch so wandlungsfähige Kunst auch in Nordhausen zu zeigen“, sagte Rosemarie Hilger aus dem städtischen Kulturamt. Dies sei nun im Rahmen der städtepartnerschaftlichen Beziehungen mit Unterstützung der Stadt Charleville-Mézières, dem städtischen Ardennenmuseum, dem Internationalen Marionetteninstitut und der Leitung des Marionettenfestivals gelungen.


„Charleville-Meziérès hat eigens für ihre deutsche Partnerstadt die Marionettenausstellung ‚Vive la marionette‘ an Hand der Räumlichkeiten im Museum Flohburg mit viel Herzblut und Engagement konzipiert und kuratiert. Nachdem Mitarbeiter des Nordhäuser Kulturamtes die Marionetten aus der französischen Partnerstadt abholten, kamen im Gegenzug zwei Mitarbeiter des Ardennen-Museums zum Aufbau nach Nordhausen“, erklärt Rosemarie Hilger.  „Diese Marionetten zählen zum Kulturerbe Frankreichs und besitzen für unsere Partnerstadt große ideelle Bedeutung.“ Mit der Entsendung dieser Schätze beweise die Stadt großes Vertrauen in unsere Stadt. Darüber hinaus sei unter den derzeitigen Corona-bedingten Einschränkungen dieses grenzüberschreitende Engagement der beiden Städte besonders hoch anzurechnen.

Das gleiche gelte auch für die Tourismusausstellung „Eine Ardenne-drei-Länder“, die im Foyer der Stadtbibliothek bis zum 29. November zu sehen ist. Im Verlaufe der Vorbereitungen zur Marionettenausstellung konnte über die Vermittlung der Stadt Charleville-Mézières auch die Agentur zur touristischen Weiterentwicklung der Ardennen als Partnerin gewonnen werden, die parallel eine touristische Ausstellung über die Ardennen zur Verfügung stellt. Die zu sehende Ausstellung wurde durch die französische Tourismus-Agentur auch eigens für Nordhausen gestaltetet und finanziert.


Die Marionettenausstellung „Vive la marionnette!“ wird ab dem 3. Oktober 2020 zu den Öffnungszeiten des Museums Flohburg zu besichtigen sein. Die touristische Ausstellung „Eine Ardenne-drei-Länder“ wird ab dem 5. Oktober 2020 im Foyer der Stadtbibliothek“ Rudolf Hagelstange“ gleichfalls zu den bekannten Öffnungszeiten gezeigt.

Die seit 42 Jahren bestehende Städtepartnerschaft zwischen Nordhausen und Charleville-Mézières lebt nach Öffnung des Eisernen Vorhanges neben den offiziellen beiderseitigen Besuchen in besonderem Maße über kulturelle und sportliche Austauschaktivitäten zwischen den Bürgerinnen und Bürgern. Auch der direkte Kontakt zwischen den Lions-Clubs beider Städte bereichert die städtepartnerschaftlichen Kontakte nicht unwesentlich.

Besonders Jugendliche konnten in den vergangenen Jahren über Jugendkulturaustausche mit Jugendlichen aus der französischen Partnerstadt und im Weiteren auch aus der polnischen Partnerschaft Ostrów-Wielkopolski gemeinsam Kunstprojekte in allen drei europäischen Partnerstädten gestalten und präsentieren.

 Foto 1: Charles Antoine Collin und Davis Nicolas aus dem Ardennen-Museum beim Aufbau der Marionetten im Museum Flohburg (©Stadtverwaltung Nordhausen)

Foto 2: Tourismusausstellung „Eine Ardenne-drei-Länder“ in der Stadtbibliothek (©Stadtverwaltung Nordhausen)